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Hybride Arbeitswelt : Beginnt jetzt der Kampf um die Büros?

  • -Aktualisiert am

Volles Haus in einem Büro im südkoreanischen Sejong (Bild aus 2017) Bild: Picture-Alliance

Die Rückkehr zur Präsenzarbeit nimmt Fahrt auf; das Homeoffice soll aber bleiben. Da könnte Streit programmiert sein, wenn nicht mehr jeder seinen eigenen Schreibtisch bekommt.

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          Der Juni und Juli dürften von einigen Zahlenspielen dominiert werden – 3:2 oder 2:3, 4:1 oder 1:4. Dabei geht es nicht um Ergebnisse bei der Fußball-Europameisterschaft, sondern um das Verhältnis von Arbeitstagen im Homeoffice zu solchen im Büro. Die Rückkehr an die Arbeitsplätze nimmt dieser Tage Fahrt auf, es ist die Zeit der Planer und Neugestalter – und der Skeptiker. Denn viele treibt die Frage um, wie sich das neue Büroleben vom alten unterscheiden wird, ob der eigene Arbeitsplatz noch wiederzuerkennen ist bei all den Veränderungen, die kommen könnten. Ob es zum Beispiel noch für jeden einen eigenen Schreibtisch gibt.

          Uwe Marx
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Daniel Holz, Spitzenmanager von Google in Deutschland, hat in einem Interview mit der F.A.Z. schon mal skizziert, was auf die Beschäftigten seines Unternehmens am Standort Frankfurt zukommt: Ende Juni werden zehn bis zwanzig Prozent der Mitarbeiter wieder zugelassen, sie können sich über Apps ihren Arbeitsplatz des Tages buchen und mit Kollegen verabreden. Das neue hybride Google-Arbeitsmodell geht von drei Präsenz- und zwei Homeoffice-Tagen aus, eigene Schreibtische wird es nicht geben, vielmehr werden die Großraumbüros ausgebaut. So viel Flexibilität mag in einem amerikanischen Techkonzern Standard sein. Fragt sich nur, wie deutsche Unternehmen die Rückkehr organisieren.

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