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Tim Kanning (kann.)

Homeoffice nach der Pandemie : Lauter neue Arbeitswelten

  • -Aktualisiert am

Frankfurter Bankentürme: So manche Etage dürfte in Zukunft nicht mehr gebraucht werden. Bild: Frank Rumpenhorst

Die ersten Banken schaffen Fakten und erlauben ihren Mitarbeitern mehr Homeoffice auch nach der Pandemie. Doch das hat auch Nachteile.

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          Die Frage, wie viel Homeoffice nach der Corona-Pandemie übrig bleibt, treibt viele um. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil würde am liebsten allen Unternehmen vorschreiben, dass sie ihren Mitarbeitern die Heimarbeit erlauben müssen. Die Gewerkschaft Verdi will gerade in den Tarifverhandlungen für alle Bankangestellten einen Anspruch aufs Zuhausebleiben durchsetzen.

          Doch während andere noch grübeln und verhandeln, werden in vielen Banken schon Fakten geschaffen. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern handeln sie aus, was für das jeweilige Institut sinnvoll und umsetzbar erscheint. Am Ende kommen Lösungen heraus, von denen beide Seiten profitieren: Für viele Angestellte dürfte es die Verbindung von Familie und Beruf deutlich erleichtern, wenn sie zumindest an einigen Tagen in der Woche nicht ins Büro pendeln müssen. Die Banken wähnen erhebliche Kostenersparnisse, wenn sie weniger Büroraum in den teuren Finanzmetropolen vorhalten müssen.

          Die ersten Beispiele solcher Vereinbarungen zeigen, dass in einer freien Marktwirtschaft nicht Vater Staat entscheiden muss, welche Lehren Unternehmen aus der Pandemie ziehen sollten. Wie gut die neue Arbeitswelt in der Praxis funktioniert, muss sich allerdings noch zeigen. Wer nicht mehr jeden Tag von 9 bis 17 Uhr im Büro ist, darf nach Lesart der Banken auch nicht mehr darauf setzen, dass ein Schreibtisch fünf Tage die Woche für ihn reserviert ist. Die Flexibilität auf der einen Seite führt zu weniger Verlässlichkeit auf der anderen. Auch das ist nicht jedermanns Sache.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

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