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Hindernisse für Frauen : Mama, warum bist du kein Vorstand?

Delia Lachance und Westwing-Mitgründer Stefan Smalla Bild: Tobias Schmitt

In die Chefetage einer Aktiengesellschaft aufzusteigen, ist schwierig genug. Dortzubleiben, ist unmöglich – wenn man eine Babypause einlegen will. Das liegt am Gesetz.

          5 Min.

          Kann man zu erfolgreich sein? Kann man, oder Frau, eine Karriere hinlegen, die rasanter ist, als das Gesetz erlaubt? Delia Lachance kann das. Ihr Fall führt vor Augen, was Frauen in Deutschland alles erreichen können – und was nicht.

          Maja Brankovic
          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zuständig für „Der Volkswirt“.

          Mit 26 Jahren gründet Lachance, die damals noch Fischer heißt, ein Unternehmen. Es wächst schnell, sieben Jahre später bringt sie es an die Börse, als erste Frau überhaupt, der dieses Kunststück hierzulande gelingt. Sie zieht in den Vorstand ein, weitere 17 Monate später ist sie den Posten wieder los. Nicht weil sie einen Fehler begeht. Lachance ist das Gesicht des Unternehmens, vermarktet sich ähnlich gut wie die Produkte, die sie verkauft. Sie geht, weil sie Mutter wird und sich für ein halbes Jahr Elternzeit entscheidet. Das deutsche Gesetz erlaubt keine Babypausen für Vorstandsmitglieder.

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