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Neue Studie zum Pendeln : Wo die meisten Menschen im Stau stehen

  • Aktualisiert am

Stillstand ist programmiert. Bild: dpa

Wer jeden Tag etwa 60 Minuten lang Auto fahren muss, verliert in Hamburg pro Jahr 113 Stunden durch Staus, zeigt eine neue Auswertung. In anderen Großstädten sieht es nicht viel besser aus.

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          Autofahrer stehen in Deutschlands Städten einer Studie zufolge immer länger im Stau. Die meiste Zeit verloren im vergangenen Jahr Autofahrer in Hamburg, Berlin und Nürnberg, wie der Autoclub „Mobil in Deutschland“ am Dienstag nach Auswertung von Daten des Karten- und Navigationsgeräteherstellers TomTom mitteilte. In Hamburg verliert ein Pendler, der täglich etwa 60 Minuten unterwegs ist, demnach 113 Stunden im Jahr.

          In Berlin steht ein Pendler zu den Hauptverkehrszeiten etwa 103 Stunden im Jahr im Stau. Nürnberg liegt auf Platz drei, was nach Angaben des Automobilclubs aber hauptsächlich am Ausbau der A73 liegt.

          „Stau ist aus dem alltäglichen Stadtbild nicht wegzudenken“

          Hinter den drei Städten folgen Bremen, Stuttgart, München und Bonn. Insgesamt hätten sich fast alle betrachteten Städte verschlechtert, resümierte der Automobilclub. Damit setze sich der Trend der vergangenen Jahre fort, dass Deutschland mehr und mehr „verstaut“.

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          Ein Grund dafür sei, dass die Menschen mehr Autos kauften und mehr unterwegs seien. Die Politik müsse nun dringend handeln und in die Infrastruktur investieren, denn Verkehrsfluss trage gleichzeitig auch zum Klimaschutz bei.

          „Stau ist aus dem alltäglichen Stadtbild nicht wegzudenken“, erklärte Michael Haberland, Präsident des Automobilclubs. „Für Mobilität und funktionierende Infrastruktur muss eben auch etwas getan werden. Das sei in den vergangenen Jahrzehnten „ganz einfach verschlafen“ worden.

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