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Jobticket & Co : Steuersparen mit dem Arbeitgeber

Millionen von Pendlern nutzen ein Jobticket. Bild: dpa

Der Trick: Weniger Lohn gegen begünstigte Sachleistungen. Mit der Grundrente sollte diese Möglichkeit beseitigt werden. Doch das ging schief.

          2 Min.

          Viele Leistungen des Arbeitgebers für seine Mitarbeiter sind bares Geld wert – und doch werden sie vom Finanzamt geringer belastet. Einige sind sogar völlig steuerfrei. Beispiele sind die kostenlose Kinderbetreuung und das freie Laden von Elektrofahrzeugen. Jobtickets gehören ebenfalls in diese Kategorie. Generell sind Gutscheine und Geldkarten bis zur Freigrenze von 44 Euro unbelastet. Aus sozialpolitischen Gründen oder zum Zwecke des Umweltschutzes gibt es einen ziemlich dicken Katalog von Ausnahmen im Einkommensteuergesetz, die dafür sorgen, dass die geldwerte Leistung anders behandelt wird als das normale Gehalt. Bedingung ist, dass sie zusätzlich zum normalen Lohn gewährt werden – und da beginnt die Krux. Was heißt zusätzlich? Zwischen den höchsten Steuerrichtern und der Finanzverwaltung ist ein Tauziehen zu beobachten, das merkwürdige Wege zu nehmen droht.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Angefangen hat alles mit einer neuen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs. So haben die Finanzrichter jüngst mit drei Urteilen (AZ: VI R 32/18, VI R 21/17 und VI R 40/17) ihre Sichtweise zu den Voraussetzungen korrigiert, unter denen Extraleistungen begünstigt werden können. Das hat einige Aufmerksamkeit erregt, da es im Arbeitsleben viele Fälle betrifft.

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