https://www.faz.net/-gyl-9123z

Gerechte Bezahlung : Kein Bedarf an Entgeltgesetz

  • Aktualisiert am

Braucht es mehr Transparenz in Sachen Vergütung von Männern und Frauen? Nein, sagen die meisten Führungskräfte. Bild: dpa

Viele Manager und Personalverantwortliche glauben nicht an eine Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. Sie halten auch das Gesetz für mehr Transparenz für überflüssig, ja sogar schädlich.

          1 Min.

          Viele Manager und Personalverantwortliche halten das neue Entgelttransparenzgesetz laut einer Umfrage für überflüssig. Nur 6 Prozent glauben, dass die Auskunftsrechte für Beschäftigte überhaupt notwendig sind. Dagegen betonen acht von zehn Befragten den hohen Aufwand bei der betrieblichen Umsetzung.

          Vor allem die Vergleichbarkeit von Tätigkeiten und Vergütungselementen stellt die Unternehmen vor große Herausforderungen. Dabei sehen drei Viertel der rund 140 im Auftrag der Beratungsgesellschaft Lurse befragten Manager in ihren Unternehmen gar keine Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen. Nur rund jeder siebte stellte diese dagegen fest.

          Ursachen der Lohnlücke umstritten

          Dennoch haben sich schon 90 Prozent der Unternehmen mit der Thematik beschäftigt. Denn schon von Januar 2018 an können Beschäftigte von ihrem Arbeitgeber detaillierte Auskünfte über die Vergütung von Kollegen verlangen. Die Regelungen greifen aber erst für Unternehmen ab 200 Mitarbeitern. Auch ist ein höheres Gehalt auf Basis der Auskunft nicht einklagbar.

          Das Gesetz war von der früheren Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) mit Verweis auf die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen vorangetrieben worden, deren Ursachen jedoch hoch umstritten sind. Viele Forderungen Schwesigs wurden noch deutlich abgeschwächt.

          Weitere Themen

          Kein Online-Shopping ohne Logistikzentren

          Klick-Konsum : Kein Online-Shopping ohne Logistikzentren

          Heute bestellen, morgen liefern: Das klappt nur, wenn in einem Lager viele Rädchen ineinandergreifen. Der Leiter eines Logistikzentrums bei Frankfurt stellt seinen Berufsalltag in Zeiten von Amazon und Co vor.

          Analog ist besser

          Online-Lehre : Analog ist besser

          Eine Studie der Universität Hildesheim wertet die Erfahrungen von Studenten im Digitalsemester aus. Das Fazit ist ernüchternd. Manchem graut es vor einem weiteren Online-Semester.

          Topmeldungen

          Schwierige Zeiten für Studierende

          Wohnungsmarkt in Uni-Städten : Studenten-Buden werden fast unbezahlbar

          Der Wohnungsmarkt für Studierende ist trotz der Corona-Pandemie noch teurer geworden. Gleichzeitig bricht vielen der Nebenjob weg. Das Ergebnis: Jeder vierte muss sich Geld von Freunden oder der Familie leihen.
          Maske auf! Clemens Wendtner rät zum Mund-Nasen-Schutz.

          Infektiologe Clemens Wendtner : „Die zweite Welle ist da“

          Chefarzt Clemens Wendtner hat im Januar in München die ersten Corona-Patienten in Deutschland behandelt. Im Interview spricht er über Laxheit, Lüftungsanlagen – und warum die Jugend für die Eindämmung der Pandemie so wichtig ist.

          Hugh Laurie im Interview : „Gin hilft“

          Der frühere „Dr. House“-Darsteller Hugh Laurie erzählt, was ihm geholfen hat, den Lockdown in England zu überstehen, wie er Charles Dickens’ „David Copperfield“ wiederentdeckte und warum er heute leichter mit seinem Perfektionismus umgehen kann.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.