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Berufliche Fehlentscheidungen : Ach, hätt ich doch nur  . . .

Beruflich die Weichen falsch gestellt? Einmal verkehrt abgebogen zu sein muss nicht aufs Abstellgleis führen. Das Leben bietet viele verschiedene Wege zum Ziel. Bild: dpa

Wer eine berufliche Fehlentscheidung trifft, hadert oft noch jahrelang damit. Dabei helfen übermäßige Reue und Grübelei nicht weiter. Stattdessen gibt es wichtige Fragen, die man sich stellen sollte.

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          Ein Corona-Albtraum geht so: Jahrelang liebäugelt eine Angestellte mit dem Sprung in die Selbständigkeit. Sie sammelt Erfahrung, Kraft und Geld und traut sich nach reiflicher Überlegung, angehäuftes Fachwissen freiberuflich zu vermarkten oder ein kleines Unternehmen aufzubauen. Abschiedsfeier im Kollegenkreis, Einweihung der neuen Geschäftsräume, schicker Online-Auftritt. Die Alles-Gute-für-dich-Sektflaschen sind noch nicht im Altglas gelandet, da kommt Corona.

          Ursula Kals
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.

          Was nicht kommt, sind Aufträge oder Kunden. Das kann Menschen, wie vor wenigen Tagen eine junge Friseurin in Ostbelgien, in den Selbstmord treiben. „Ich kenne Leute, die sich kurz vor der Krise selbständig machten und das gründlich vorbereitet hatten. Jetzt ist das schlimm. Sie sind verzweifelt“, beobachtet Alexander Dammann. Der Coach aus Hildesheim sagt, der Umgang mit vermeintlichen Fehlentscheidungen sei ein riesiges Thema in seinen Beratungen, gerade in der Pandemie. Taucht der „schwarze Schwan“ auf, ein nicht vorhersehbares Ereignis mit negativen Folgen, sei das verheerend.

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