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Fachkräftemangel : „Rückgang der Ausbildungsvertragszahlen muss endlich gestoppt werden“

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Dachdecker in München Bild: dpa

„Vom Dachdecker bis zum Softwareentwickler“, fast überall fehlen Fachkräfte, sagt der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung. Zu allem Überfluss könnte auch die erhoffte Erholung am Ausbildungsmarkt ausbleiben.

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          Zum offiziellen Beginn des neuen Ausbildungsjahres am kommenden Montag hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) für die Berufsausbildung geworben und Warnungen vor einem Fachkräftemangel bekräftigt. „Das Spektrum der Fachkräfte, die zunehmend fehlen, ist groß: vom Dachdecker bis zum Softwareentwickler“, sagte BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser der Deutschen Presse-Agentur. Der beruflichen Bildung müsse deshalb jetzt die volle Aufmerksamkeit gehören.

          „Es gilt, sie für Betriebe und für junge Menschen gleichermaßen attraktiver zu gestalten, denn der sich mittlerweile über die Jahre vollziehende Rückgang der Ausbildungsvertragszahlen muss endlich gestoppt werden. Sonst haben wir in naher Zukunft niemanden mehr, der Windkraftanlagen baut oder moderne Heizungs- und Solaranlagen installiert.“

          Esser äußerte die Befürchtung, dass die erhoffte Erholung am Ausbildungsmarkt in diesem Jahr nicht eintreten könnte und verwies auf die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Hohe Energiepreise und die drohende Gasknappheit verstärkten die Rezessionsgefahr. In den vergangenen Jahren hatte sich die Lage am Ausbildungsmarkt immer weiter verschärft.

          Viele Interessenten finden nicht die gewünschte Lehrstelle, gleichzeitig finden viele Unternehmen keine Azubis. Fachleute sprechen vom sogenannten Passungsproblem. Nach BIBB-Angaben können Jugendliche und junge Erwachsene mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres aus insgesamt 327 anerkannten Ausbildungsberufen auswählen.

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