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Weiterbildung : Die Selbstdigitalisierung der CDU

Unter anderem Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn haben Videos für das Projekt aufgenommen. Bild: AFP

Digitale Weiterbildung ist nicht nur ein Thema für Unternehmen: Mit Videos im Youtube-Stil sollen auch die CDU-Politiker auf den neuesten Stand in Sachen Digitalisierung kommen.

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          Was die Digitalisierung angeht, hat die CDU bisher ein eher rückständiges Bild abgegeben. Besonders hilflos wirkte sie beim Umgang mit der Kritik des Youtubers Rezo. Auch auf sozialen Medien wirkt sie oft altbacken, außer, als sie kürzlich mit einer selbstironischen Stellenanzeige genau damit kokettierte. Nun will die Partei in Digitalisierungsdingen vorangehen und hat sich Hilfe des Start-ups Masterplan geholt. Selbstgedrehte Lehrvideos, teils von CDU-Prominenz eingesprochen, sollen die Abgeordneten nun auf den neuesten Stand bringen.

          Hendrik Wieduwilt

          Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

          „Ich bin Jens Spahn“, sagt da etwa der Gesundheitsminister (CDU) in einem Video, Daten bärgen große Chancen und könnten sogar heilen, wirbt der Minister und erklärt das dann im Einzelnen. Untermalt ist alles mit leiser Dudelmusik, wie bei Youtube, der Hintergrund ist unscharf, es sieht professionell aus. Nach dem Video kommt ein Test: „Datenbanken und digitale Anwendungen machen die ärztliche Anamnese überflüssig“ – das ist natürlich „falsch“. Am Ende bekommt der Nutzer Punkte, Lob, sogar ein kleiner Pokal wird angezeigt, wie in einem Computerspiel.

          Auch AKK ist dabei

          „Zielgruppe sind Mandatsträger der CDU“, sagt der Digitalpolitiker Thomas Heilmann (CDU) der F.A.Z., man mache so die Digitalisierung „anfassbar, und gleichzeitig digitalisieren wir die CDU“. Die Parteivorsitzende und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (auch sie hat ein Video gedreht) habe Masterplan kennengelernt und die Idee angeregt. Heilmann erhofft sich mittelfristig auch eine Ausstrahlung etwa auf Kreistagsabgeordnete. Die Partei hatte im Dezember auf ihrem Parteitag unter dem Akronym „Milla“ eine Plattform für lebenslanges Lernen ersonnen.

          Das Start-up hat für die digitale Fortbildung auf die sonst übliche Vergütung verzichtet, wie der Vorstand des Unternehmens, Daniel Schütt, mitteilt. Die CDU habe demnach einen „kleinen fünfstelligen Betrag“ entrichten müssen.

          Gezahlt wurde für die Produktion der Videos, in denen CDU-Prominenz selbst für die Digitalisierung wirbt. Dafür hatte man zwei Tage lang in Berlin gedreht. Lizenzgebühren für den „Grundkurs Digitalisierung“, den Masterplan auch Unternehmen anbietet, habe das Unternehmen nicht berechnet – die Digitalisierung der CDU ist offenbar Lohn genug.

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