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Umfrage unter Personalern : Das digitale Bewerbungsgespräch liegt nicht jedem

  • Aktualisiert am

Auch Bewerbungsgespräche werden derzeit oft aus dem Homeoffice geführt. Bild: dpa

Die Aussicht auf ein Vorstellungsgespräch per Videokonferenz dürfte einige Bewerber nicht gerade begeistern. Vielen Personalmanagern auf der anderen Seite geht es ähnlich.

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          Wer derzeit auf der Suche nach einer neuen Stelle ist, dürfte in vielen Fälle um das klassische Bewerbungsgespräch herumkommen. Auch für die Auswahl neuer Mitarbeiter sind im Zuge der Coronakrise Video-Konferenzen oft das Mittel der Wahl. Eine Situation, die sicher nicht jedem Kandidaten gleichermaßen zusagt. Womöglich tröstet den einen oder anderen aber die Erkenntnis, dass es den Personalmanagern ähnlich geht.

          Das legt zumindest eine Studie der Stellenplattform Stepstone und des Bundesverbands der Personalmanager (BPM) nahe. Für diese wurden 2600 Recruiter einmal vor und einmal nach dem Ausbruch der Pandemie befragt. So gaben im Januar noch 66 Prozent der Befragten an, sich mit ihren digitalen Fähigkeiten für die kommenden fünf Jahre gut aufgestellt zu sehen, im April waren es nur noch 55 Prozent. Gleichwohl sind 75 Prozent der Ansicht, dass digitale Kompetenzen auch nach der Krise wichtiger werden.

          Bewerber offen für digitale Wege

          „Die Ergebnisse zeigen, dass wir uns um die digitale Weiterbildung unserer Recruiter kümmern müssen. Und das gilt nicht nur für das Aneignen zusätzlicher technischer Skills, wir müssen sie auch dafür sensibilisieren, inwieweit ein Kandidat die digitale Ansprache überhaupt akzeptiert“, sagt Yasmin Kurzhals, Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes der Personalmanager. 

          Immerhin 36 Prozent der Befragten nutzten schon vor der Krise regelmäßig die Möglichkeit, Interviews per Video zu führen. Homeoffice-bedingt hat deren Zahl in den vergangenen Wochen stark zugenommen: Im April gaben 60 Prozent an, mit Bewerbern auf diesem Weg zu sprechen.

          Unter den potentiellen neuen Mitarbeitern erklärten derweil von 10.200 Befragten 82 Prozent, für digitale Bewerbungsprozesse grundsätzlich offen zu sein. Vor allem Schnelligkeit und Effizienz schätzen sie der Studie zufolge. Ab dem Vorstellungsgespräch wünschten sich Bewerber allerdings persönlichen Austausch.

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