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Dienstreisen : Die Rückkehr der Rollkoffer

Wann geht es wieder los? Geschäftsreisen sind nicht so tot, wie manche behaupten. Bild: AP

Die Corona-Pandemie hat die Dienstreisen begraben. Doch die geschäftlichen Trips kommen zurück – und vielleicht stärker als je zuvor.

          7 Min.

          Mal angenommen, die Pandemie ist morgen vorüber und die Menschen gehen wieder auf Dienstreisen. Um 5 Uhr morgens biegen sie wieder auf die Autobahnen ein, sie fahren drei Stunden für ein einstündiges Meeting, in eine Richtung, dann drei Stunden wieder zurück. In Massen hetzen sie durch die Bahnhöfe und Flughäfen, Roboter im Anzug, mit ihren Laptoptaschen und ihren Rollkoffern und ihren Pappbechern mit dem Kaffee to go.

          Maja Brankovic
          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zuständig für „Der Volkswirt“.

          Zugegeben, ein verrückter Gedanke: Alle Umfragen prophezeien eine andere Zukunft, die Dienstreise hat keine Freunde mehr. 2019 waren die Deutschen noch mehr als 195 Millionen Mal beruflich unterwegs gewesen, 55 Milliarden Euro gaben die Unternehmen für persönliche Begegnungen aus. Heute finden Chefs wie Mitarbeiter diese Zahl nur noch absurd. Doch ist sie das wirklich, oder werden wir am Ende die große Renaissance der Dienstreise erleben? Weil es doch gute Gründe gab, warum wir so viel reisten. Und weil das kollektive Reisefieber des Sommers ja auch zeigte: Wir müssen raus, Pandemie hin oder her.

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