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Pflegekräfte : Immer am Limit

Schlechtes Image: Wer will heute noch in die Altenpflege? Bild: dpa

Arbeiten im Schichtsystem, zu viele Patienten, zu wenig Zeit: Pflegekräfte in Deutschland sind oft ausgebrannt. Die Politik verspricht mehr Personal. Aber will eigentlich noch jemand Altenpfleger werden?

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          Es ist noch gar nicht so furchtbar lange her, da spielten Pflegekräfte in Deutschland mit ihren Patienten von Zeit zu Zeit noch eine Partie „Mensch ärgere dich nicht“. „Oder man unterhielt sich nach dem Waschen und Anziehen auch einfach noch mal kurz mit dem Menschen, den man da gerade versorgte“, sagt Christina Freudenstadt. „Heute führen wir diese Gespräche während der Pflege, danach ist keine Zeit mehr, außer, es ist etwas wirklich Gravierendes zu bereden.“ Etwa 20 Minuten hat sie im Schnitt je Patient Zeit; „es sei denn, es ist jemand mit Pflegegrad 5, also dem höchsten.“ Natürlich könne man sich hier und da ein bisschen mehr Zeit nehmen und sie an anderer Stelle abknapsen. Eine Tatsache aber bleibe: „Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen ist nicht mehr drin.“

          Britta Beeger
          Redakteurin in der Wirtschaft.
          Nadine Bös
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

          Christina Freudenstadt, 38 Jahre alt, arbeitet seit mehr als zehn Jahren in der ambulanten Altenpflege; derzeit ist sie bei einem mittelständischen Pflegedienst in der Nähe von Köln beschäftigt. „Ich vermisse die Zeit, um auf die Menschen einzugehen“, sagt sie. „Und das kommt dazu zu einem Beruf mit sehr herausfordernden Arbeitszeiten, der körperlich anstrengend sein kann.“ Schlimmer noch findet sie: „Man ist laufend mit Krankheit und Tod konfrontiert. In der Ausbildung wird man darauf zu wenig vorbereitet.“

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