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Raus aus dem alten Job : Das Glück der Aussteiger

  • -Aktualisiert am

Tobias Holzinger hat sein Glück im Yogastudio gefunden Bild: Privat

Die Karriere hinter sich lassen, ganz neu anfangen – ein Risiko. Drei Menschen, die es nie bereut haben.

          3 Min.

          Meetings in Tel Aviv oder Moskau, Dienstreisen durch Europa, Wohnsitz am Luganer See – Martin Beucker ist gut 15 Jahre Manager für Textilhandelsunternehmen. Frau und Kinder sieht er während dieser Zeit fast nur an Wochenenden und in den Ferien. Im Jahr 2016 gibt er dann seinen CEO-Posten auf. „Ich brauchte eine kreative Pause“, erinnert sich der vierfache Vater. „Außerdem wollte ich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.“ Damals begann für ihn das, was viele erträumen, sich in bunten Farben ausmalen, sicher auch verklären: Der Ausstieg aus der Karriere. Um einfach mal etwas ganz anderes zu machen.

          Seine Auszeit verbringt der studierte Ingenieur zunächst zu Hause auf einem Bauernhof in Franken. „Ich hatte Lust, in meiner Werkstatt handwerklich zu arbeiten, mich zu erden und dabei unterschiedliche Ideen auszuprobieren“, sagt er. Das erste Projekt ist ein Gartenstuhl. Bei dessen Einweihung zerbricht ein Flaschenwindlicht, das die Familie geschenkt bekommen hatte. Beucker will ein neues Windlicht aus einer alten Einwegflasche bauen und tüftelt dabei so lange herum, bis das Ergebnis besser ist als das zerbrochene Original. Der talentierte Hobbyhandwerker hat eine Geschäftsidee: Statt sein Berufsleben weiter auf Managersesseln, in Fliegern oder auf der Autobahn zu verbringen, will er aus alten Glasflaschen Windlichter, Vasen oder Schalen designen und diese an Händler und Privatkunden verkaufen.

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