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Generation Y : Alt und Jung sind sich sehr ähnlich

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Der Generationen-Unterschied wird völlig überschätzt - zumindest, was die Arbeitswelt betrifft. Bild: dpa

Angeblich gibt es eine riesige Kluft zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern, zwischen der Generation Y und dem Rest. Aber eine neue Studie zeigt etwas anderes – zumindest, was die Arbeitswelt betrifft.

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          Über die vermeintliche Kluft zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern und die daraus resultierenden Probleme ist schon viel spekuliert worden, ganze Bücher wurden dazu verfasst. Die Debatte hat ihre Spuren hinterlassen, wie eine neue Studie zeigt. Forscher der Jacobs-Universität in Bremen haben herausgefunden, dass sich die Generationen in der Tat für sehr unterschiedlich halten – dabei sind sie sich tatsächlich ähnlicher als gedacht.

          Den Beschäftigten der sogenannten Generation Y (nach 1980 geboren) werden unter anderem eine starke Freizeitorientierung und mangelnder Arbeitseinsatz nachgesagt. Der vorangehenden Generation hängt dagegen das Image an, sicherheitsorientiert, ehrgeizig und Technikmuffel zu sein.

          Unterschiede innerhalb der Generationen

          Die Bremer Forscher fanden nun heraus, dass alle Kohorten in der Selbsteinschätzung überraschenderweise sehr nah beieinander liegen: „Allen gemeinsam waren Freude an der Arbeit sowie die Möglichkeit zur Mitgestaltung am wichtigsten“, heißt es. Erst danach ergaben sich Unterschiede. Während die Jüngeren Wert auf Weiterbildung legten, stand für die Älteren Professionalität im Vordergrund.

          Entgegen dem gängigen Vorurteil existieren die Unterschiede nicht zwischen, sondern innerhalb der Generationen. Die individuellen Präferenzen sind größtenteils unabhängig vom Alter und hängen eher von Faktoren wie etwa der Persönlichkeit ab, heißt es.

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