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DGB-Umfrage : Jeder dritte Arbeitnehmer lässt Urlaubstage verfallen

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Mit dem Smartphone am Strand? Oder doch lieber gleich zu Hause bleiben. Gerade wer sehr viel arbeitet, verzichtet der Umfrage zufolge auch noch mit höherer Wahrscheinlichkeit auf Urlaubstage. Bild: dpa

Wenn Arbeitnehmer ihren Jahresurlaub nicht nehmen, verfällt er irgendwann einfach. Und das passiert laut den Gewerkschaften häufiger als gedacht. Wie oft, hängt stark vom Beruf ab.

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          Jeder dritte Beschäftigte in Deutschland lässt Urlaubstage zugunsten der Arbeit verfallen. Hauptgrund für den Verzicht sei die Sorge um den Verlust der Stelle. Das jedenfalls hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mit Hilfe von Daten aus seinem „Index Gute Arbeit“ berechnet, also aus einer repräsentativen Arbeitnehmerbefragung aus dem Jahr 2015.

          Am häufigsten ließen  die Arbeitnehmer in den Reinigungs- und Bauberufen Urlaubsansprüche verfallen, am seltensten in Dienstleistungsbereichen wie Werbung, Marketing oder Öffentlichkeitsarbeit, heißt es in einer an diesem Donnerstag veröffentlichten Publikation des Gewerkschaftsbundes.

          Zudem gibt es dem Bericht zufolge einen Zusammenhang mit der Arbeitsbelastung: Je länger die wöchentliche Arbeitszeit sei, desto häufiger werde auf Urlaub verzichtet. So habe jeder Zweite (50 Prozent), der 48 Stunden oder mehr in der Woche arbeitet, Anspruch auf Ferientage verfallen lassen. Bei einer Wochenarbeitszeit von bis zu 20 Stunden betreffe es nur jeden Vierten (26 Prozent).

          Gewerkschafter sehen den Arbeitgeber in der Pflicht. „Er hat dafür Sorge zu tragen, dass die Beschäftigten in seinem Betrieb oder in der Verwaltung ihren Urlaub auch nehmen können“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. „Gerade bei großem Arbeitsdruck ist die Erholung im Urlaub noch wichtiger, um gesund zu bleiben.“

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