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Deutschland macht Homeoffice : Wohin mit den Kindern?

Arbeitet im Homeoffice: der kleine Karl. Bild: Privat

Im ganzen Land sind Kitas und Schulen geschlossen. Eltern, Erzieherinnen und Einrichtungen stellt das vor Herausforderungen – doch es gibt finanzielle Entlastung.

          5 Min.

          Sie hatte sehnlichst auf den Brief gewartet: „Am Freitag kam endlich die Nachricht von der Grundschule, dass meine Tochter nach den Sommerferien einen Platz dort bekommen hat“, berichtet eine Mutter aus dem rechtsrheinischen Köln. „Aber jetzt macht der Brief mich gerade traurig. Wer weiß, ob sie vor der Einschulung überhaupt noch einmal in die Kita gehen kann, um richtig Abschied zu nehmen?“ Seit zwei Wochen hat der Kindergarten, den ihre Sechsjährige normalerweise besucht, wegen der Corona-Krise geschlossen – wie so viele andere Kitas und Schulen in Deutschland auch. Nur wenn mindestens ein Elternteil in einem „systemrelevanten“ Beruf arbeitet – also etwa Arzt oder Pfleger ist –, besteht Anspruch auf Notbetreuung.

          Nadine Bös

          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

          Jessica von Blazekovic

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Die Mutter der Kölner Sechsjährigen betreut ihre Tochter gemeinsam mit ihrem Mann zu Hause selbst. Beide arbeiten im Homeoffice. Wenn die Mutter eine Telefonkonferenz hat, passt der Vater auf und umgekehrt. Das funktioniert ganz gut, trotzdem ist es stressig: Jeder ist ständig auf der Suche nach Zeitfenstern, die zum Arbeiten taugen; dann gilt es, sich wie auf Knopfdruck zu konzentrieren.

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