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Nach Insolvenzen : Prämie für Übernahme von Azubis

  • Aktualisiert am

Auszubildende trafen auch schon vor Corona auf ein sinkendes Stellenangebot. Bild: obs

Wenn Betriebe wegen Corona Insolvenz anmelden müssen, ist das auch ein großes Problem für Auszubildende. Deshalb sollen nun Unternehmen, die betroffene Lehrlinge aufnehmen, eine Prämie bekommen.

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          Betriebe, die Auszubildende von insolvent gegangenen Unternehmen übernehmen, sollen eine Prämie bekommen. Darauf haben sich Vertreter von Bundesregierung, Bundesländern, Bundesagentur für Arbeit, Wirtschaft und Gewerkschaften in der sogenannten Allianz für Ausbildung geeinigt.

          Hintergrund sind Sorgen vor einem Einbruch auf dem Lehrstellenmarkt, weil Hunderttausende Firmen in der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Die Prämie soll befristet sein bis Ende des Jahres. Eine genaue Höhe ist noch nicht bekannt.

          „Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung sind sich einig, dass die Corona-Krise nicht zu einer Krise auf dem Ausbildungsmarkt führen darf, mit negativen Auswirkungen auf die berufliche Zukunft junger Menschen und die Fachkräftesicherung“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Dienstag. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte: „Die duale Ausbildung ist ein Markenkern unseres Landes und unser Ticket in eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft. Deshalb müssen wir sie gerade in schwierigen Zeiten am Laufen halten.“

          Auch schon vor Corona ging der Lehrstellen-Trend zurück

          Anfang Mai hatte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) von einem Minus von acht Prozent bei den Ausbildungsplätzen im Vergleich zum Mai 2019 gesprochen.

          Auch schon vor Corona zeigte der Trend bei den angebotenen Lehrstellen nach unten, allerdings ging auch die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen zurück. Rechnerisch bestand damit zwar weiterhin ein Überangebot, aber sinkende Azubizahlen bedeuten auch sinkenden Fachkräftenachwuchs.

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