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Co-Working : Zusammen ist man weniger allein

Ein bisschen Grün ist immer gut: Blick in einen Co-Working-Space in Berlin Bild: Matthias Lüdecke

Corona und die neue Liebe zum Homeoffice haben auch die Konzepte von Co-Working-Anbietern durcheinander gewirbelt. Die Pandemie könnte dem Modell weiter Auftrieb geben.

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          Im New-Work-Sprech gibt es verschiedenste Wortungetüme, die meist vor allem sehr wichtig wirken sollen. „Der dritte Ort“ klingt dagegen fast literarisch. Kein Wunder, schließlich geht die Bezeichnung nicht auf einen hippen Start-up-Mogul zurück, sondern auf den Soziologen Ray Oldenburg. In einem 1989 erschienenen Werk definierte er das Zuhause als „ersten Ort“ und den Arbeitsplatz, etwa das Büro, als zweiten. Als „dritten Ort“ bezeichnete er gewissermaßen einen Zustand dazwischen, Orte der Begegnung, des offenen, ungezwungeneren Umgangs als im Büro, gemeinschaftlich genutzt. Der 1932 geborene Amerikaner hatte damals öffentliche und für jede und jeden zugängliche Orte im Kopf. Anbieter von Co-Working-Spaces nehmen die Grundidee nur zu gern auf und werben damit für sich: raus aus dem Büro-Trott, weniger oder gar nicht mehr pendeln, dafür flexibler arbeiten in entspannter Atmosphäre mit ganz unterschiedlichen Sitznachbarn.

          Stefanie Diemand
          Redakteurin in der Wirtschaft.
          Benjamin Fischer
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Rüdiger Klatt sitzt gerade in Griechenland. Klatt ist Institutsleiter des Forschungsinstituts für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention (FIAP). Aktuell mache er Urlaub, aber mobiles Arbeiten sei ja heutzutage kein Problem mehr. „Jeder Büroarbeiter kann heute aus der Distanz arbeiten“, sagt er.

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