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Corona-Krise : Freiberufler-Verband sieht 400.000 Jobs in Gefahr

  • Aktualisiert am

Eine Frau arbeitet mit Hörschutz im Homeoffice. Bild: dpa

Die Corona-Krise ist für viele freiberuflich Arbeitende existenzbedrohend. Das könnte auch die Gründerkultur in Deutschland nachhaltig schädigen, warnt ihr Verband.

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          Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) rechnet mit einem deutlichen Stellenabbau in diesem und im kommenden Jahr. Trotz des milliardenschweren Rettungspakets der Bundesregierung sei die Lage im Zuge der Corona-Krise für viele Freiberufler ausgesprochen schwer, sagte BFB-Präsident Wolfgang Ewer dem „Handelsblatt“. „Nachdem bereits erste Stellen abgebaut werden mussten, sind mindestens 400.000 weitere Stellen in Gefahr.“ Vor allem junge Unternehmen bräuchten Hilfe, damit die Gründerkultur in Deutschland nicht nachhaltig geschädigt werde.

          Eine repräsentative Umfrage unter 2600 Freiberuflern in den Mitgliedsverbänden ergab demnach, dass für fast jeden dritten Freiberufler der schon entstandene wirtschaftliche Schaden existenzbedrohend sei. Das spiegele sich auch im deutlichen Auftragsrückgang von mehr als 50 Prozent wider, den jeder dritte Freiberufler verzeichne. Auch für kommendes Jahr erwarten viele Freiberufler demnach noch keine Aufhellung und rechnen mit einem Personalabbau vor allem bei Unternehmen zwischen zehn und 49 Mitarbeitern.

          Die Umfrage wurde dem Bericht zufolge zwischen Mitte Mai und Mitte Juni erhoben und ausgewertet – also zu einer Zeit, zu der Lockerungen der Corona-Maßnahmen schon in Sicht waren.

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