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Umfrage : Fast jeder Dritte wünscht sich Homeoffice für immer

  • Aktualisiert am

Zwangsversetzt und liebgewonnen: Viele Deutsche arbeiten derzeit im Homeoffice. Bild: obs

Manche Veränderungen durch die Corona-Krise könnten bleiben: Fast jeder Dritte möchte künftig weiterhin im Homeoffice arbeiten.

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          Die in der Corona-Krise erprobten digitalen Gewohnheiten wollen zahlreiche Arbeitnehmer gern beibehalten: Fast jeder dritte Arbeitnehmer (29 Prozent) möchte auch langfristig weiter im Homeoffice arbeiten. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Mailanbieter Web.de und GMX hervor, aus der die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag zitierte.

          Demnach wollen insgesamt 64 Prozent der Befragten bei Fortdauern der Krise und entsprechender Beschränkungen auch stärker digitale Kommunikation nutzen: So sei der Versand von Briefpost per E-Mail von 40 Prozent der Befragten gewünscht.

          Zahl der Homeoffice-Beschäftigten unklar

          Wie viele Menschen in Deutschland derzeit insgesamt im Homeoffice arbeiten ist unklar. Der Digitalverband Bitkom spricht von etwa der Hälfte aller Beschäftigten. Der Mannheimer Corona-Studie zufolge sind es derzeit nur rund 25 Prozent.

          Klar ist: Das betrifft vor allem Personen mit hohem Bildungsabschluss. So arbeiten den Mannheimer Forschern zufolge 44 Prozent der Personen mit Hochschul­abschluss im Homeoffice, bei Personen mit Real- oder Hauptschul­abschluss liegt dieser Anteil nur bei 15 und 10 Prozent.

          Manche Fachleute bezweifeln allerdings, dass der Trend zum Homeoffice unvermindert beibehalten wird, wenn erst einmal die Coronakrise überwunden ist. Josephine Hofmann vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) hat etwa in diesem Zusammenhang kürzlich auf das so genannte Telekommunikations-Paradoxon verwiesen.

          Demnach führen mehr Möglichkeiten, digital zu kommunizieren, nicht unbedingt dazu, dass man sich weniger persönlich trifft. Im Gegenteil: Ein Anstieg digitaler Kommunikation führe auch zu einem Anstieg persönlicher Treffen – wenn diese denn wieder erlaubt sind.

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