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Trend zum Großraum : Das Ende vieler Einzelbüros

Ein großes Büro für alle: Viele Unternehmen bauen mittlerweile um. Bild: Picture-Alliance

Die Unternehmen schaffen zunehmend Großraumbüros. Das gefällt nicht jedem Mitarbeiter – wohl aber den Möbelherstellern.

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          Immer mehr Unternehmen schaffen klassische Einzelbüros ab und setzen stattdessen auf sogenannte Open Spaces – eine Kombination aus Gemeinschaftsflächen, Meetingräumen sowie Kreativ- und Ruhezonen. Von dieser Entwicklung profitieren die rund 100 deutschen Hersteller von Büromöbeln. Im ersten Halbjahr setzten sie auf dem Heimatmarkt mit 880 Millionen Euro fast sechs Prozent mehr um als im Vorjahr.

          Christine Scharrenbroch
          Freie Autorin in der Wirtschaft.

          „Eine optimale Gestaltung der Büroräume, die flexible Arbeitsformen unterstützt, ist einer der wichtigsten Faktoren für die Produktivität und die Attraktivität als Arbeitgeber“, sagt Hendrik Hund, Vorsitzender des Industrieverbands Büro und Arbeitswelt (IBA), der F.A.Z. Viele Unternehmen passten ihre Bürokonzepte an die sich wandelnden Bedürfnisse wie die zunehmende Projektarbeit an. Dazu komme der steigende Bedarf an ergonomischen Büromöbeln, etwa Sitz-Steh-Schreibtischen.

          Ohne festen Arbeitsplatz

          Noch allerdings dominieren hierzulande die Einzel- und Zweipersonenbüros. Einer Forsa-Umfrage zufolge arbeiten 56 Prozent aller Bürobeschäftigten in diesen Räumlichkeiten. Ein Viertel ist in kleinen Gruppenbüros (bis zu acht Personen) tätig, sechs Prozent sitzen in Großraumbüros für bis zu 25 Personen. In Open Spaces, den offenen Bürolandschaften, sind bislang erst vier Prozent der Mitarbeiter ansässig. Sieben Prozent der Bürobeschäftigten haben mittlerweile keinen fest zugewiesenen Arbeitsplatz mehr, sondern wechseln nahezu täglich hin und her. Vor vier Jahren lag der Anteil noch bei drei Prozent.

          Weniger erfreulich als das Inlandsgeschäft entwickelten sich die Exporte, die für grob ein Viertel des Geschäfts der deutschen Büromöbelindustrie stehen. Den Rückgang des Auslandsumsatzes um knapp fünf Prozent führt Hund auf die unsichere weltpolitische Lage zurück. Besonders in Großbritannien schwäche sich im Zuge des bevorstehenden Brexits die Nachfrage stark ab.

          Verhalten war die Entwicklung im Nahen Osten und in Nord- und Südamerika. Zuwächse gab es dagegen in Frankreich und Spanien. Insgesamt vermeldet die Branche für die ersten sechs Monate ein Umsatzplus von 2,7 Prozent. Zu den größten deutschen Büromöbelherstellern gehören Sedus Stoll, Dauphin, König + Neurath, Interstuhl, Assmann und Palmberg.

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