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Brexit : Briten brauchen EU-Fachkräfte

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Großbritanniens Wirtschaft braucht die EU-Fachkräfte. Bild: dpa

40 Prozent aller nach Großbritannien zugezogenen Fach- und Führungskräfte kommen aus EU-Ländern, zeigt eine neue Analyse, die der F.A.Z. vorliegt. Je nachdem, wie die Bedingungen des Brexits sind, könnte das zum Problem werden.

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          Noch stehen die Bedingungen des britischen Austritts aus der Europäischen Union nicht fest. Sollten Arbeitnehmer vom Kontinent nach dem Brexit allerdings nur noch unter erschwerten Bedingungen auf die Insel wechseln können, könnte das erhebliche Folgen für die britische Volkswirtschaft haben. Denn das Land profitiert derzeit stark von EU-Arbeitsmigranten, wie eine Auswertung des Karrierenetzwerks Linkedin zeigt, die der F.A.Z. vorliegt.

          Dafür wurden rund 250.000 Profile von beruflich motivierten Einwanderern aus der EU zwischen 2013 und 2016 ausgewertet. Demnach stammen rund 40 Prozent aller nach Großbritannien zugezogenen Fach- und Führungskräfte aus EU-Ländern. Die EU ist damit die mit Abstand beste Quelle für qualifizierte Kräfte, weit vor Nordamerika (17 Prozent) und Asien (14 Prozent).

          Fast zwei Drittel (61 Prozent) der EU-Arbeitsmigranten verfügen über einen Masterabschluss oder einen Doktortitel. Der Durchschnitt für alle zugewanderten Fach- und Führungskräfte beträgt lediglich 53 Prozent.

          Die meisten EU-Arbeitskräfte fanden eine Stelle in den Branchen „Professionelle Dienstleistungen“, „Technologie“ sowie „Finanzen und Versicherungen“.

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