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Unterschiede bei Gehältern : Sekretärinnen – auf zum Maschinenbauer!

  • Aktualisiert am

Wer im Callcenter arbeitet, steht ganz unten in der Gehaltsrangliste. Bild: Picture-Alliance

Es gibt Berufe, die kann man fast überall machen: Sekretärin ist so einer, Personalleiter oder Netzwerkadministrator. Aber was das Gehalt angeht, ist Sekretärin längst nicht gleich Sekretärin!

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          Sekretärinnen braucht man fast überall: In der Bank genauso wie beim Maschinenbauer, im Callcenter ebenso, wie in der Unternehmensberatung. Ganz ähnlich verhält es sich mit Personalleitern oder Netzwerkadministratoren – manche Berufe sind in fast allen Branchen zu finden.

          Die Vergütungsberatung Compensation Partner hat sich diese Tatsache zunutze gemacht und einen spannenden Gehaltsvergleich zwischen den Branchen daraus erstellt. Wo wird besonders gut bezahlt, wenn man genau diese, gut vergleichbaren Berufe und die jeweilige Durchschnittsvergütung dort betrachtet?

          In Deutschland führt der Maschinenbau die Liste an und bezahlt weit überdurchschnittlich, gefolgt von der Halbleiterindustrie und der Software-Branche. Satte 27 Prozent mehr verdienen Maschinenbau-Angestellte, vergleicht man sie mit dem Durchschnitt aller Angestellten. Beschäftigte in der Halbleiterindustrie verdienen noch immer 25 Prozent mehr als der Schnitt. „In kapitalstarken Top-Branchen herrscht ein starker Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte, der sich auch auf die Gehälter von Beschäftigten ohne eine spezialisierte Ausbildung auswirkt“, sagt Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation Partner.

          Um zu ihren Ergebnissen zu kommen, haben die Vergütungsberater 127.638 Gehaltsdaten analysiert. Für eine gute Vergleichbarkeit rechneten sie Faktoren heraus, die neben der Branche auch noch Auswirkungen auf die Höhe des Gehalts haben könnten – zum Beispiel die Betriebsgröße oder die Berufserfahrung von Beschäftigten.

          Die Untersuchung ist auch aufschlussreich, wenn man wissen will, in welchen Branchen sehr unterdurchschnittlich verdient wird. Hier führen die Callcenter die Liste an, indem sie Beschäftigten satte 32 Prozent weniger Gehalt zahlen als der Durchschnitt. Auf dem zweitschlechtesten Platz finden sich Unternehmen der Zeitarbeitsbranche, gefolgt von den Krankenhäusern.

          Die Spanne zwischen den Top- und Flop-Branchen ist beträchtlich: Fast 60 Prozent beträgt der Gehaltsunterschied zwischen Maschinenbauunternehmen und Callcentern. Ein Branchenwechsel kann da also einiges ausmachen. Allerdings seien die Qualifikations-Anforderungen in den gut zahlenden Branchen auch höher, stellt Tim Böger fest. „Während die Einstellungskriterien in den schwächer vergüteten Branchen geringer sind, werden in den Top-Branchen oft hohe Bildungsabschlüsse erwartet.“

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