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Bewerbung bei Google : Muss es immer Harvard sein?

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Da wollen viele rein, deshalb braucht Google mehr Platz: Modell für den Umbau eines Teils der Zentrale in Mountain View. Bild: Reuters

Google ist besonders für Berufseinsteiger ein attraktiver Arbeitgeber. Doch wer nicht in Harvard, Stanford oder am MIT war, hat keine Chance - möchte man meinen.

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          Jedes Jahr bewerben sich mehr als zwei Millionen Menschen bei Google. Als der Weltkonzern noch in den Kinderschuhen steckte, wurde bei der Auswahl des Personals noch Wert darauf gelegt, nur die Besten, sprich Absolventen der Elite-Universitäten in Harvard und Standford sowie des Massachusetts Institute of Technology, einzustellen. „Diese Einstellungsstrategie war allerdings die falsche“, so Laszlo Bock, Personalchef von Google in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender CNN.

          Seiner Erfahrung nach ließen sich außergewöhnliche Talente auch an staatlichen Schulen finden. „Diese Menschen sind genauso gut, wenn nicht sogar besser als Bewerber, die von einer der amerikanischen Elite-Universitäten der Ivy-League kommen“, so Bock.

          Im Interview verriet er auch, welche Kriterien ebenfalls keine Rolle dabei spielen würden, ob ein Bewerber bei Google punkten können, oder nicht. So seien Noten unwichtig, da die Auswertung von Daten gezeigt habe, dass sich durch sie nur für die ersten beiden Berufsjahre gute Leistungen voraussagen ließen. Auch von den klassischen Denksportaufgaben hält man bei Google wenig. „Sie sind Zeitverschwendung, denn man kann sich gezielt darauf vorbereiten.“

          Gute Einstellungschancen hätten hingegen Menschen, die auch einmal einen Fehler zugeben könnten, die gute kognitive Fähigkeiten besäßen, gerne Probleme lösen, Verantwortung übernähmen aber auch im Team gut arbeiten könnten und sozial seien - also im Prinzip all das, was jeder moderne Arbeitgeber heutzutage von seinen Mitarbeitern erwartet.

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