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Betriebliche Weiterbildung : Wie Mitarbeiter heute lernen

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Digitales Lernen: Das Equipment der IHK Ostthüringen für ihr mobiles Klassenzimmer. Bild: ZB

Wenn Unternehmen etwas für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter tun wollen, setzen sie häufig auf digitale Lernprogramme. Aber was heißt das genau? Gerade die neuesten Lernformen bleiben ziemlich oft außen vor.

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          Unternehmen setzen bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter auf einen Mix aus klassischen Präsenz-Seminaren und digitalen Lerntechnologien. Zwei Drittel aller Unternehmen nutzen externe Seminarangebote oder In-House-Schulungen. Ähnlich viele Unternehmen setzen digitale Lernprogramme oder online-gestützte Angebote für die Weiterbildung ein.

          Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 504 Unternehmen ab 10 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Weiterbildung ist der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg, gerade in einer Zeit, in der sich fast alle Branchen durch die digitale Transformation gravierend verändern müssen“, lässt sich Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder zu den Ergebnissen zitieren: „Insbesondere kleineren Unternehmen bieten sie die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter individuell und bestmöglich fortzubilden.“

          Neuere Lernformen werden kaum genutzt

          Unter den digitalen Weiterbildungsmöglichkeiten werden webbasierte Lernprogramme am häufigsten eingesetzt, jedes dritte Unternehmen nutzt sie. Jedes vierte Unternehmen schult mit Hilfe von Lernprogrammen, die auf dem Computer installiert werden. Online-Seminare werden von jedem fünften Unternehmen eingesetzt, gerade einmal jedes achte nutzt interaktive Videos zur Mitarbeiterschulung.

          Praktisch überhaupt nicht genutzt werden neuere Lernformen wie interaktive E-Books, Smartphone- oder Tablet-Apps und sogenannte Serious Games, also Lernspiele, sowie die Lehrangebote von Online-Universitäten wie Udacity und Coursera. „Das Lernprogramm auf dem PC kann hilfreich sein, aber gerade mit Apps wird das einfache Lernen zu jeder Zeit an jedem Ort möglich. Unternehmen sind gut beraten, nicht nur in Produktion und Verwaltung, sondern gerade auch bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter die neuesten Technologien sinnvoll einzusetzen“, so Rohleder. Die Befragung ist laut Bitkom repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

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