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Berufseinstieg nach der Uni : Lieber erst mal in Berlin bleiben

  • Aktualisiert am

Blick auf Berlin vom Tiergarten aus Bild: dpa

Viele Studenten treten nach ihrem Abschluss in Berlin hier auch ihre erste Stelle an. Doch das gilt längst nicht für jede deutsche Großstadt, wie eine neue Analyse zeigt, die auch einen Blick auf die Einstiegsgehälter bietet.

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          Nach dem Studium in der Unistadt bleiben oder umziehen? Viele Absolventen fragen sich das mit Blick auf ihren erste Stelle. Welche Städte es am häufigsten schaffen, junge Berufseinsteiger nach dem Studium zu binden, zeigt die Auswertung einer Befragung der Stellenbörse Stepstone. Darin wurde unter den 15 größten deutschen Uni-Städten erfasst, ob die Studierenden nach ihrem Abschluss häufig blieben oder wegzogen.

          Eine hohe Bindungskraft hat demnach Berlin: 72 Prozent derjenigen, die in Berlin studiert haben, bleiben den Daten zufolge für ihre erste Stelle auch dort. Auch in München und Hamburg ziehen mit jeweils 70 Prozent viele Absolventen zunächst nicht weg, während Frankfurt nur auf 51 Prozent Bleibequote kommt. In Köln und Stuttgart sind es sogar nur 44, beziehungsweise 30 Prozent, die in ihrer Studienstadt auch die erste Stelle antreten.

          Die Angaben basieren laut Stepstone auf der Analyse von „rund 13.000 Berufseinsteigern mit akademischer Ausbildung und maximal zwei Jahren Berufserfahrung“. Erhoben wurden die Daten von September 2019 an bis August diesen Jahres, also zum Teil vor und zum Teil während der Pandemie.

          Medizinabsolventen mit höchsten Einstiegsgehältern

          Mit Blick auf das Einstiegsgehalt kommen Bachelor-Absolventen den Daten der Erhebung zufolge auf durchschnittlich 42.169 Euro brutto im Jahr. Mit Master sind es 47.370, während Promovierte im Schnitt mit 56.260 Euro rechnen können.

          Unter den einzelnen Fachgebieten können Medizin-Absolventen mit dem im Schnitt höchsten Einstiegsgehalt rechnen. Es folgen Wirtschaftsingenieure, die, selbst wenn sie nur mit einem Bachelor in den Beruf starten, durchschnittlich mehr verdienen, als Studierende diverser Bereiche mit einem Master erwarten können. Vor allem Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften stehen nicht im Ruf, nach dem Abschluss ein allzu hohes Einstiegsgehalt zu erhalten.

          Natürlich zieht es letztere gewöhnlich auch seltener in die entsprechenden Berufe. Die gut zahlenden Wirtschaftszweige sind der Auswertung zufolge weiterhin die Autoindustrie, Banken-, Chemie und Pharmabranche. Während letztere in Folge der Pandemie noch mehr in den Fokus gerückt ist und womöglich auch für potentielle Bewerber attraktiver erscheint, gehört die in der Rangliste auf Platz zwei zu findende Luftfahrtbranche zu den besonders stark von der Krise getroffenen Bereichen.

          Entsprechend der Branchenrangliste stehen in diesem Ranking noch die Regionen, in denen viele Autohersteller und Zulieferer, Banken oder generell große Konzerne sitzen mit Blick auf die Einstiegsgehälter gut da. Ob und wie stark die Pandemie dieses Bild auf den Kopf stellen wird, lässt sich aufgrund des noch recht hohen Vorkrisen-Anteils in den Erhebungsdaten nicht beurteilen.

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