https://www.faz.net/-gyl-7mn1y

Berufe mit Glaubwürdigkeit : Mein Bürgermeister - mein Vertrauter

  • Aktualisiert am

Symbol des Vertrauens: Amtskette des Frankfurter Oberbürgermeisters Bild: dpa

Feuerwehrleute, Krankenpfleger, Sanitäter - diese Berufe genießen bei den Menschen das größte Vertrauen. Ganz anders Politiker, wie eine neue Berufe-Rangliste zeigt. Doch es gibt eine klare Ausnahme - und ein paar Überraschungen.

          1 Min.

          Politikern sagt man so manches nach - dass sie vertrauenswürdig seien, gehört nicht unbedingt dazu. Nur schlappe 15 Prozent der Deutschen vertrauen ihren gewählten Volksvertretern. Mit einer großen Ausnahme: Der Bürgermeister steht bei den Menschen ganz hoch im Kurs, immerhin 55 Prozent der Deutschen sprechen ihrem obersten Kommunalpolitiker das Vertrauen aus.

          Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Nürnberger Marktforschungsvereins GfK in 25 Ländern. Darin ging es um die Frage, welchen Berufen die Menschen das größte beziehungsweise das geringste Vertrauen entgegenbrachten.

          Die Top 10

          Unter allen Berufsgruppen gewonnen haben dabei Feuerwehrleute, Sanitäter und Krankenpfleger. Diese Berufe erhalten der Umfrage zufolge eine Zustimmungsrate von mehr als 90 Prozent.  Neben Politikern wirken Versicherungsvertreter und Werbefachleute besonders wenig vertrauenswürdig.

          In Deutschland stehen auch Piloten, Ärzte und Apotheker ganz oben auf der Liste der vertrauenswürdigsten Berufe. Ihnen folgen Lokführer, Polizisten, Landwirte und Ingenieure - dieser Berufsgruppe vertrauen immerhin noch 80 Prozent der Befragten.

          Die Bottom 10

          International gesehen sind die helfenden Berufe überall ganz weit vorne. Doch einige Berufsgruppen genießen ein sehr unterschiedliches Ansehen: Banker beispielsweise erreichen in Indien mit 88 Prozent den höchsten Vertrauenswert, in Spanien ist es mit gerade einmal 14 Prozent der niedrigste.

          Auch die Polizei wird ganz unterschiedlich bewertet: In Deutschland vertrauen 81 Prozent der Bürger den Beamten, in Russland sind es 50 Prozent und in Kenia gerade einmal 25 Prozent. Bei Geistlichen reicht die Spanne von 61 Prozent in Deutschland bis 28 Prozent im katholischen Spanien.

          Ganz anders sehen derartige Beruferanglisten übrigens aus, wenn nicht nach Vertrauen, sondern nach Stress im Job gerankt wird. Eine derartige Auflistung sorgte vor etwas mehr als einem Monat für öffentliche Aufmerksamkeit. Hier ging es eher darum, warum Juweliere es so gemütlich haben - ganz anders übrigens als Zeitungsjournalisten.

          Weitere Themen

          Giffey wurde rechtswidrig bevorzugt

          FAZ Plus Artikel: F.A.Z. exklusiv : Giffey wurde rechtswidrig bevorzugt

          Die Bundesfamilienministerin hätte für den Verstoß von Zitierregeln keine „Rüge“ durch die Freie Universität bekommen dürfen. Dafür fehlt es an einer Rechtsgrundlage, schreibt der Wissenschaftliche Parlamentsdienst des Berliner Abgeordnetenhauses.

          Topmeldungen

          Mitarbeiter vom Bayerischen Roten Kreuz nehmen an einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 8 (A8) einen Abstrich

          In Bayern : Corona-Tests für Reiserückkehrer in vielen Fällen nutzlos

          Mehr als 40.000 Reiserückkehrer haben sich an Teststationen an Autobahnen und Bahnhöfen in Bayern freiwillig auf Corona testen lassen – viele haben ihr Testergebnis aber nie erhalten. Beim zuständigen Landesamt gibt man sich zerknirscht.
          Während der Corona-Pandemie arbeitslos gewordene Amerikaner warten in der Nähe der Grenze zu Mexiko in Kalifornien darauf, einen Antrag auf staatliche Hilfe ausfüllen zu können.

          Konjunktur in Corona-Zeiten : Amerika steckt tief in der Krise

          Die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten sinkt zwar, bleibt aber auf einem hohen Niveau. Die Hilfen für die Betroffenen laufen in Kürze aus. Was kommt dann?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.