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Azubi-Not : Ausbildungsprämie soll kräftig steigen

  • Aktualisiert am

Auszubildender arbeitet in Dresden an einer Übungswand mit einer Rohrzange an einem Waschbecken. Bild: dpa

Arbeitsminister Heil warnt vor einer Azubi-Krise. Jetzt sollen Unternehmen mehr Geld bekommen, wenn sie mehr als zuvor ausbilden. Diese Prämie soll steigen und auch an größere Betriebe gehen.

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          Die Bundesregierung will die Ausbildungsprämie für Betriebe auf 4000 Euro verdoppeln, die trotz Corona-Krise im Ausbildungsjahr 2021/22 keine Lehrstellen abbauen. Für Betriebe, die sogar mehr Auszubildende als im Durchschnitt der drei Vorjahre einstellen, soll sich der Zuschuss auf 6000 Euro erhöhen. Das geht aus Vorschlägen des Bildungs- und des Arbeitsministeriums hervor. Zudem sollen auch größere Betriebe die Prämie erhalten.

          Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) warnte am Montagabend bei einer virtuellen Veranstaltung des Mittelstandverbands BVMW vor einer Krise auf dem Ausbildungsmarkt mit einem „Corona-Jahrgang“.

          Dies müsse unbedingt verhindert werden mit einem „Pakt für Ausbildung“. Noch im März werde er einen Schutzschirm vorstellen, mit großzügigeren Prämien für Unternehmen. „Die Azubis von heute, das sind die Fachkräfte, die wir morgen brauchen.“

          Auch Zahl der Bewerber sinkt

          Die Bundesagentur für Arbeit hatte zuletzt gewarnt, dass die Arbeitgeber wegen ungewisser wirtschaftlicher Aussichten weniger Lehrstellen anbieten. Zugleich gebe es weniger Ausbildungsbewerber, da durch die Corona-Krise etwa die Berufsberatung an Schulen und Ausbildungsmessen ausgefallen seien.

          Die höheren Prämien sollen für Ausbildungsverhältnisse gelten, die ab Juni 2021 beginnen. Dann sollen auch größere Betriebe mit bis zu 499 Beschäftigten die Prämie erhalten.

          Für das laufende Ausbildungsjahr 2020/21 war die Prämie auf 2000 Euro und auf Betriebe mit bis zu 249 Mitarbeitern begrenzt worden. Für das Gesamtprogramm wurden in Regierungskreisen Kosten von annähernd 600 Millionen Euro für die Jahre 2021 und 2022 veranschlagt.

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