https://www.faz.net/-gyl-whgh

Ausbildung : 11.300 Jugendliche noch ohne Lehrstelle

  • Aktualisiert am

89.000 neue Lehrstellen wurden geschaffen Bild: picture-alliance/ dpa

Rund 18.000 Jugendliche fanden in der Nachvermittlungsphase noch eine Lehrstelle, vermelden die Arbeitgeber erfreut. Doch viele Unternehmen bilden nach wie vor nicht aus.

          1 Min.

          Die Zahl der unversorgten Bewerber auf eine Lehrstelle ist im Rahmen des Ausbildungspakts deutlich reduziert worden. Derzeit sind noch rund 11.300 Jugendliche auf der Suche, das sind fast 18.000 oder 61 Prozent weniger als zu Beginn des Ausbildungsjahres im Oktober. Dem gegenüber stehen 4200 unbesetzte Lehrstellen. Diese Bilanz zogen die Partner des Ausbildungspaktes - Wirtschaftsverbände und die Bundesagentur für Arbeit - am Donnerstag in Nürnberg. Außerdem gibt es noch fast 20.000 verfügbare Einstiegsqualifizierungen der Bundesagentur für Arbeit. Das sind auf maximal zwölf Monate begrenzte und staatlich bezuschusste Praktika. Damit stehe rein rechnerisch für jeden Bewerber ein Angebot zur Verfügung, hieß es. "Das Paktjahr 2007 war ein Rekordjahr", sagte Martin Wansleben, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Die Wirtschaft habe fast 89.000 neue Lehrstellen geschaffen und damit die Zusagen im Rahmen des Paktes weit übertroffen.

          300.000 Altbewerber warten noch

          Dies sei richtig, räumte Ingrid Sehrbrock, die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, ein, doch müsse auch die große Zahl der Betriebe gegengerechnet werden, die sich aus der Ausbildung verabschiedeten. Der Anteil der ausbildenden Unternehmen verharre bei 24 Prozent. Außerdem seien immer noch 300.000 Altbewerber aus den Vorjahren unversorgt. Deshalb könne noch lange nicht "von einer Situation gesprochen werden, die den Jugendlichen ausreichende Perspektiven bietet". Um die Chancen schwer vermittelbarer Jugendlicher zu erhöhen, plant die Bundesregierung die Einführung eines Bonus für Unternehmen, welche Altbewerber ausbilden. Dadurch sollen rund 100.000 zusätzliche Plätze entstehen. Die Wirtschaft warnt jedoch davor, dass dies zu Mitnahmeeffekten führen könne.

          Weitere Themen

          Dax-Konzernchefs verdienen weniger

          Studie : Dax-Konzernchefs verdienen weniger

          Die Gehälter der Chefs der 30 größten Konzerne in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 2 Prozent gesunken. Das betrifft allerdings nur die gewährten und nicht die ausgezahlten Gehälter.

          Fast niemand will mehr Manager werden

          Studie : Fast niemand will mehr Manager werden

          Es breitet sich die Manager-Müdigkeit aus: Beruflich wollen in Zukunft nur noch wenige eine Führungsposition übernehmen, wie eine neue Studie zeigt. Die Autoren mahnen die Unternehmen auf zu handeln.

          Topmeldungen

          Bei der fünften TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsanwärter ging es vor allem auch um die Anschuldigungen gegen Präsident Trump.

          TV-Debatte der Demokraten : Biden kämpft um seinen Status

          Bei der fünften Debatte der Demokraten versuchten sich vor allem die zentristischen Kandidaten zu profilieren: Joe Biden ist nicht mehr der unumstrittene Favorit. Natürlich ging es dabei auch um das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump.
          Der amerikanische Präsident Donald Trump gemeinsam mit Apple-Chef Tim Cook in einem Computerwerk in Austin, Texas

          Freundschaftstest : Trump macht Apple Hoffnung

          Tim Cook empfängt den Präsidenten zum Fototermin in einem Computerwerk in Texas. Dieser nützt die Kulisse für Attacken gegen seine politischen Gegner – und signalisiert, dass Apple von Strafzöllen verschont werden könnte.
          Roger Hallam, Mitbegründer von Extinction Rebellion, bei einem Treffen im Kriterion-Kino in Amsterdam.

          Extinction Rebellion : Ganz normaler Genozid

          Warum nur bedauert man die Deutschen dafür, ihre Schuld zu tragen? Der Mitbegründer der Klimabewegung Extinction Rebellion relativiert den Holocaust.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.