https://www.faz.net/-gyl-99zi7

Arbeitsrecht : Kann meine Kündigungsfrist auch zu lang sein?

  • -Aktualisiert am

Die Frage, wie lange man einen Arbeitnehmer durch eine Kündigungsfrist binden darf, ist gar nicht so leicht zu beantworten. Bild: dpa

Lange Kündigungsfristen sind für gut für Arbeitnehmer. Oder etwa doch nicht? Wie lange dürfen Chefs Wechselwillige eigentlich aufhalten?

          2 Min.

          Lange Kündigungsfristen sind für Arbeitnehmer generell positiv, wenn der Arbeitgeber beschließt, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Denn in einem solchen Fall schützen sie vor einem plötzlichen Verlust des Arbeitsplatzes. Je länger also die Kündigungsfrist, desto größer die Chance, eine Anschlussbeschäftigung zu finden – ohne Zeiten der Arbeitslosigkeit hinnehmen zu müssen. Diese Absicherung wendet sich jedoch dann gegen den Arbeitnehmer, wenn eine lukrative Neuanstellung lockt und er sich beruflich schnell verändern möchte.

          Der neue Arbeitgeber möchte die Stelle meist möglich schnell besetzen und ist daher kaum bereit, monatelang zu warten. Kündigungsfristen von sechs Monaten zur Mitte oder zum Ende eines Kalenderjahres werden so zu einem entscheidenden Hemmnis, an dem der geplante Berufswechsel womöglich scheitert, weil der neue Arbeitsvertrag nicht unterzeichnet werden kann. Es sei denn, man wird vertragsbrüchig. In vielen Fällen ist der alte Arbeitgeber bereit, eine Vereinbarung zur vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu schließen, aber eben nicht in allen Fällen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der frühere britische Premierminister Gordon Brown im September 2014, wenige Tage vor dem Referendum, im schottischen Clydebank

          Schottische Unabhängigkeit : Ein gescheitertes Königreich?

          Der frühere britische Premierminister Gordon Brown schlägt Alarm: Die Pandemie hat den Unabhängigkeitsdrang vieler Schotten nicht gebremst. Es drohe das Ende des Vereinigten Königreichs.
          Im Großbritannien von Premierminister Boris Johnson wird der Astra-Zeneca-Impfstoff schon verabreicht, in der EU noch nicht.

          Astra-Zeneca und die EU : Die große Impfstoff-Irritation

          Die Entscheidung des Impfstoffherstellers Astra-Zeneca die Auslieferung in die EU zu drosseln, sorgt für großen Ärger. Vertreter in Brüssel berufen sich auf vertragliche Zusagen. Es geht um Milliarden und die Reputation.
          Ob er gerade spielt? Ramelow im Juli 2020 im Thüringer Landtag

          PR-Profis auf Clubhouse : Besser als „Bodo“

          Clubhouse gilt als Trend-App und hat in Deutschland nun das erste PR-Desaster verursacht. Wie verhält man sich richtig in den virtuellen Quasselrunden? Wie aktiv sind die PR-Agenturen schon? Und lohnt es sich, dabei zu sein?