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Entwicklung Arbeitsmarkt : Es steht Spitz auf Knopf

Ein Monteur arbeitet an Naben für Windkraftanlagen. Bild: dpa

Wann kippt der Arbeitsmarkt? Vom Autozulieferer Brose bis zur Deutschen Bank, trotz aller Meldungen über Werksschließungen und Entlassungen werden immer noch mehr neue Stellen geschaffen als alte gestrichen.

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          Die Einschläge häufen sich. „Der Autozulieferer Brose aus Franken streicht 2000 Stellen und zieht in Niedriglohnländer“, hieß es am 18. Oktober in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Die Saarländische Stahlindustrie streicht 1500 Stellen“, wurde am 28. September gemeldet. Nur zwei Tage zuvor war zu lesen „Conti streicht Tausende Stellen. Der Autozulieferer will Werke schließen; 20000 Mitarbeiter von Veränderungen betroffen.“

          Georg Giersberg

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.

          Da war es nur ein kleiner Trost, dass Mitbewerber Goodyear nicht ganz so viele Stellen kappen musste wie geplant. „Der Reifenhersteller Goodyear Dunlop streicht etwas weniger Arbeitsplätze als zunächst angekündigt. In den beiden Werken in Hanau und Fulda werden 1050 Arbeitsplätze gestrichen. Im März hatte der Reifenhersteller noch von 1100 Jobs gesprochen“, wurde am 25. September gemeldet. Am gleichen Tag war zu lesen, dass Siemens zwar auch nicht ganz so drastisch kürzt, aber „in Deutschland sind weiterhin 1100 Stellen betroffen“.

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