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Arbeitskultur : Das Privatleben spielt eine große Rolle

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Mit dem Laptop auf der Parkbank: Flexibles Arbeiten auch außerhalb des Bürogebäudes - das wünscht sich nicht nur die jüngere Generation. Bild: Zimmermann, Julia

Jüngere Mitarbeiter haben hohe Ansprüche an ihren Arbeitgeber. Soweit das gängige Vorurteil. Doch wie genau sehen diese Ansprüche aus? Das hat die Beratungsgesellschaft PWC nun in einer Studie untersucht.

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          Jüngere Arbeitnehmer zwischen 18 und 33 Jahren wollen zu Beginn ihrer Karriere nicht mehr auf private Bedürfnisse verzichten, um später eine gut dotierte Position zu erlangen. Das ist das Ergebnis einer Studie der University of Southern California und der London Business School im Auftrag der Beratungsgesellschaft PWC. Für die Untersuchung befragten die Hochschulen 44.000 PWC-Mitarbeiter, hauptsächlich Wirtschaftswissenschaftler und Juristen, nach ihren Ansprüchen an den Arbeitgeber.

          Die jüngste Arbeitnehmergeneration ist der Studie zufolge besonders sensibel für das Wechselverhältnis von arbeiten und leben. 71 Prozent der befragten Jungarbeitnehmer geben an, ihre Arbeit wirke sich deutlich auf ihr Privatleben aus. Bei den älteren Arbeitnehmern waren es nur 63 Prozent.

          Geringere Bindung, mehr Feedback

          Zudem hat die Bindung an einen Arbeitgeber bei der jüngeren Generation abgenommen. Zwar haben sie mehrheitlich keine Lust auf zahlreiche Stellenwechsel in extrem kurzer Abfolge: 62 Prozent erwarten, neun Jahre oder länger für denselben Arbeitgeber tätig zu sein. In der Generation der über 33-Jährigen sind es jedoch noch deutlich mehr: 70 Prozent.

          Die jüngeren Arbeitnehmer fordern der Befragung zufolge für ihre Arbeit ein zeitnahes, direktes Feedback: 41 Prozent von ihnen möchten möglichst monatlich für ihre Arbeit gelobt werden, wohingegen nur 30 Prozent der Älteren diese Häufigkeit in der Rückmeldung erwarten.

          Die Generationen verbindet hingegen der zunehmende Wunsch nach Flexibilität. Die Veränderung der Arbeitswelt ist nicht auf die Jüngeren beschränkt. Die Studie zeigt, dass einige Haltungen, die allgemein Jungarbeitnehmern zugeschrieben werden, auch auf ältere Generationen von Mitarbeitern zutreffen: So möchten etwa 64 Prozent der befragten unter 33-Jährigen gerne gelegentlich von zuhause aus arbeiten, das gilt allerdings auch für 66 Prozent der über 33-Jährigen.

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