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Arbeitende Mütter : Karriere ist kein Verhütungsmittel mehr

Besser gebildet und mit höheren Chancen auf gute Jobs: Junge Frauen wollen sich auch im Beruf beweisen. Bild: DEEPOL by plainpicture

Je mehr Frauen arbeiten, desto mehr Kinder werden geboren. Klingt komisch, ist aber so. Neben der höheren Erwerbstätigkeit hängt viel davon ab, ob Männer bei Hausarbeit und Kindererziehung mitziehen.

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          Kathy Matsui, 55 Jahre alt, könnte als klassische Karrierefrau durchgehen: Partnerin der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs, noch dazu Beraterin der Regierung des japanischen Premierministers Shinzo Abe, viel gereist, viel beschäftigt. Sie ist die Frau, die den Begriff „Womenomics“ prägte und seitdem die Rolle der Frau in der Wirtschaft untersucht. Aber das ist längst nicht alles: In der hektischen Metropole Tokio berät sie reiche Japaner bei der Wahl ihrer Investments. Eine klassische Karrierefrau wäre sie – wenn nur ihre beiden Kinder nicht wären.

          Kathy Matsui würde diese Einschränkung natürlich weit von sich weisen, Kinder gehören für sie so selbstverständlich zur Karriere wie Frauen in die Führungsetagen oder überhaupt in die Berufswelt. Aber die Öffentlichkeit sieht das noch immer skeptisch: Viele sind der Meinung, Beruf und Familie ließen sich nur schlecht vereinbaren; Umfragen zufolge zweifeln mehr als zwei Drittel der Eltern in Deutschland daran.

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