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Arbeiten nach der Pandemie : Müssen wir künftig für die Karriere nicht mehr umziehen?

Den Kölner Dom im Blick: Wohn- und Arbeitsorte könnten sich stärker auseinanderdividieren. Bild: Finn Winkler

Mobiles Arbeiten läuft für viele Menschen mit Schreibtischjob überraschend rund. Das sagen sogar die Chefs. Lässt es sich in die Zeit nach Corona mitnehmen?

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          Als der BWL-Absolvent Ryan Viehrig vor etwa vier Jahren seine neue Stelle als Weiterbildungsmanager für einen Konzern in Süddeutschland annahm, machte er seiner Freundin ein Versprechen: Wenn er etwas Berufspraxis gesammelt haben und fest im Sattel sitzen würde, würden sie gemeinsam nach Köln ziehen. Die Freundin kommt von dort, hat ihre Familie dort, dauerhaft in Süddeutschland zu wohnen – das konnte sie sich nicht vorstellen. „Eigentlich hatten wir geplant, dass ich dann kündige und mir im Raum Köln etwas Neues suche“, sagt der 31 Jahre alte Viehrig. Aber Ende März 2020 kam Corona und veränderte alles.

          Christoph Schäfer
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und Finanzen Online.
          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Nadine Bös
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

          Seither sitzt Ryan Viehrig permanent im Homeoffice. Aus Pandemieschutzgründen hatte sein Arbeitgeber darum gebeten, dass Mitarbeiter, die ihre Arbeit auch per Computer, Telefon und Videokonferenz erledigen können, den Büros fernbleiben. Je länger sich die Situation zog, desto häufiger studierten Viehrig und seine Freundin Wohnungsanzeigen im Rheinland. Vergangenen November war es dann so weit: Die beiden packten den Umzugswagen; Viehrigs Homeoffice befindet sich seither in Köln-Rodenkirchen. Den Arbeitgeber, den er als seinen „Traumarbeitgeber“ bezeichnet, hat er, anders als geplant, nun doch behalten. Sein Team weiß, dass er jetzt in Köln wohnt, wie es nach Corona weitergehen soll, hat er aber mit seinen Chefs noch nicht diskutiert. „Ich hoffe, dass es künftig weiterhin die Möglichkeit geben wird, so flexibel zu arbeiten, dass alles so bleiben kann“, sagt er. Ganz sicher ist er sich aber nicht.

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