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Statistische Auswertung : 5 Prozent mehr Auszubildende in den Pflegeberufen

Der aktuellen Auswertung zufolge waren immerhin 18 Prozent der Ausbildungsanfänger schon über 30 Jahre alt (Symbolbild). Bild: dpa

Personal in der Pflege ist noch immer knapp, zumindest aber zeigen mehr Menschen Interesse an dem Berufsfeld und fangen dort eine Ausbildung an. So manche springen jedoch bald wieder ab.

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          Personal in der Pflege ist noch immer knapp, zumindest aber zeigen mehr Menschen Interesse an dem Berufsfeld und fangen dort eine Ausbildung an: Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, nahmen im vergangenen Jahr insgesamt 56 300 Menschen eine Ausbildung zur Pflegefachkraft auf. Das waren 5 Prozent mehr als 2020. Damals war nach langer Vorbereitung eine große Reform zur Neuordnung der Pflegeausbildung in Kraft getreten, die auch das Ziel hatte, den Zugang zu diesem Beruf attraktiver zu machen.

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Kern dieser Reform war es, die zuvor bestehende strenge Trennung zwischen Alten- und Krankenpflege zu lockern und übergreifende Inhalte in einem gemeinsamen Ausbildungsgang zu vermitteln, der erst im späteren Verlauf Spezialisierungen vorsieht. Die Umsetzung der Reform begann unter schwierigen Bedingungen, da sie mit der Corona-Pandemie zusammentraf.

          Mit der Veröffentlichung revidierte das Bundesamt jetzt allerdings vorläufige Zahlen aus dem März nach unten: Damals war es von 61.458 Ausbildungsanfängern im Jahr 2021 und 57.294 im Jahr 2020 ausgegangen. Offenbar steigt ein gewisser Anteil der Auszubildenden schon kurz nach Beginn wieder aus: Für das Jahr 2020 hatten die Statistiker seinerzeit gemeldet, dass sich von den ursprünglich 57.294 Ausbildungsanfängern am Ende desselben Jahres 53 600 weiterhin in Ausbildung befanden. Zum Jahresende 2021 zählten die Statistiker nun insgesamt – also über beide Jahrgänge hinweg – 102 900 Personen in der Ausbildung zum neu geregelten Beruf Pflegefachfrau/Pflegefachmann.

          Der aktuellen Auswertung zufolge waren immerhin 18 Prozent der Ausbildungsanfänger schon über 30 Jahre alt, 7 Prozent sogar über 40 Jahre. Wie es dazu kommt und ob diese zuvor schon eine Ausbildung in einem anderen Beruf hatten, werde statistisch jedoch nicht erfasst. Auch die jüngsten Zahlen lassen allerdings erwarten, dass die Pflegeberufe weiterhin weiblich dominiert sein werden: Drei Viertel der neuen Auszubildenden waren Frauen.

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