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Kolumne „Nine to five“ : Basteln mit den Brückentagen

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

Bald gibt es den Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für Brückentag-Management. Urlaubserweiterung mit Hilfe von Brückentagen ist zu einem eigenen Gewerbe geworden.

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          Na endlich! Der letzte Brückentag des Jahres, Fronleichnam, liegt hinter uns. Nichts gegen diesen wichtigen katholischen Feiertag, der nicht in allen Bundesländern gilt, aber in einigen, Hessen zum Beispiel. Nur: Das Gewese um die Brückentage und ihre cleverste Nutzung kann einem mächtig auf die Nerven gehen. Es ist ja ein eigenes Gewerbe im Internet entstanden, das sich der kreativen Nutzung von Brückentagen zum Herausschinden zusätzlicher Urlaube verschrieben hat.

          Uwe Marx
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Und es würde nicht wundern, wenn es bald einen neuen Ausbildungsberuf gäbe: Kaufmann/-frau für Brückentags-Management. Da steckt Potential drin. Dieses wird gesteigert durch jene Kollegen und Kolleginnen, die zu Beginn des Jahres – besser noch: früh im Vorjahr – den Kalender gar nicht mehr aus der Hand legen können, um optimal vorbereitet in die nächste Brückentag-Saison zu gehen. Hierin wiederum steckt auch viel Potential: Streitpotential. Wenn die einen sich förmlich zerreißen, um mit Brückentagen maximal lange Wochenenden zu basteln, dann gibt es auch welche, die sich benachteiligt fühlen, leer ausgehen, zu langsam sind, zu wenig vorausschauend.

          Eine Lösung dieses Dilemmas ist schwierig: Nachzuhalten, wer wann wie viele Brückentage genutzt hat, um seine Abwesenheitszeiten von der Arbeit zu optimieren, ist eine Sisyphosarbeit, die sich kaum einer zumuten will. Ist schließlich eine Mordsarbeit, sieht außerdem aus wie Hinterherschnüffeln, und am Ende sind sowieso immer welche unzufrieden mit der Lösung. Keine Chance. Die Brückentagkreativplaner haben den längeren Atem, bestimmt. Kleiner Hinweis: Der 19. Mai 2023, Freitag nach Christi Himmelfahrt, ist der erste Brückentag des nächsten Jahres. Da lässt sich doch bestimmt was machen.

          In der Kolumne Nine to Five schreiben wechselnde Autoren über Kuriositäten aus dem Alltag in Büro und Hochschule.

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