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Britische Universitäten : Kleine Inseln auf dem Festland

  • -Aktualisiert am

Oxford schlägt vor dem drohenden Brexit neue Wege ein Bild: dpa

Britische Universitäten suchen vor dem Brexit die Nähe zu deutschen Hochschulen. Dahinter stehen zunächst einmal finanzielle Motive: Man möchte EU-Gelder nicht verlieren.

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          Die Universität Oxford denke in Jahrhunderten, nicht in Jahren. Trotzig nahm man in den Hallen der mittelalterlichen Colleges die Entscheidung auf, als die britische Bevölkerung im Juni 2016 per Referendum den Austritt aus der Europäischen Union beschloss. Wie auch Cambridge zählte Oxford zu den Hochburgen der Brexit-Gegner. Mehr als siebzig Prozent stimmten hier für den Verbleib. Auf lange Sicht, erklärte kurz darauf die Universitätsleitung, werde Europa immer enger zusammenrücken. Daran könne auch ein Brexit nichts ändern.

          Das war im Sommer 2016. Doch am 29. März 2019, fast drei Jahre später, soll es nun konkret werden. Je näher der Tag rückt, desto mehr weicht der Trotz. Weil bisher noch kein Abkommen verhandelt ist, bleibt die Zukunft vorerst eine Mischung aus Ungewissheit, Vermutung und Hoffnung. Finanziell könnte der Brexit die Forschungsinstitution hart treffen, denn nur Cambridge beheimatet mehr EU-finanzierte Projekte als Oxford. Alleine im akademischen Jahr 2017/2018 konnten Oxforder Wissenschaftler auf 78 Millionen Pfund über den europäischen „Horizon 2020“-Fonds und den Europäischen Forschungsrat zugreifen. Doch es gibt eine Bedingung: Die Hälfte der ERC-Fördermittel muss in einem EU-Land ausgegeben werden. Würden Oxfords Professoren und Nachwuchskräfte auch nach dem Austritt aus der Europäischen Union noch in den Genuss der europäischen Gelder kommen?

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