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Als Trainee bei ABB : „Mein Betreuer hat mich empfohlen“

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Welche Qualifikationen waren Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig?

Meinen Ansprechpartnern war wichtig, dass ich die fachlichen Voraussetzungen für den zukünftigen Arbeitsbereich mitbringe. Dabei waren meine Erfahrungen und Vorkenntnisse aus meiner Werkstudententätigkeit im Energiehandel hilfreich. Auch meine Affinität zu IT-Themen und Optimierungsalgorithmen haben – denke ich – für mich gesprochen. Letztlich kommt es aber immer darauf an, dass man mit seinen individuellen Stärken und als Persönlichkeit in das Team passt.

Wie ist das Bewerbungsgespräch abgelaufen?

Mein Betreuer bei ABB hat mich als Trainee empfohlen – das war sicher ein Vorteil. In einem ausführlichen Gespräch wurden mir die Aufgaben und Anforderungen der Stelle erläutert und mit meinen fachlichen und persönlichen Kompetenzen abgeglichen. Nachdem die Führungskraft sich für mich entschieden hatte, folgte noch ein zweites Gespräch zur Klärung von Details und zur Vorbereitung des Einstiegs.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

In Japan arbeite ich 40 Stunden pro Woche. Wir haben feste Arbeitszeiten von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Ich fahre mit dem lokalen Zug zur Arbeit und der Arbeitstag startet mit den hier üblichen Gymnastikübungen. Anschließend besprechen wir im Team kurz unsere individuelle Planung für die kommenden Tage.

Was sind Ihre beruflichen Ziele?

Ich möchte die Digitalisierung zum Wohle der Gemeinschaft mitgestalten. Mittelfristig stelle ich mir also eine Beteiligung an Projekten vor, die eine breite gesellschaftliche Akzeptanz fördern und den globalen, gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Besonderes Interesse habe ich an potenziellen neuen Geschäftsfeldern im Bereich „Smart City“ – derzeit eines der Trend-Themen. Ich bin davon überzeugt, dass hier Lösungen angeboten werden können, die einerseits einen Mehrwert für unser individuelles Leben schaffen, andererseits aber auch das gemeinsame gesellschaftliche Zusammenleben stärken.

Was würden Sie Studierenden raten, die im Bereich digitale Energiesysteme einsteigen möchten?

Flexibilität und das Vertrauen in die eigenen Stärken sind eine grundlegende Voraussetzung. Außerdem empfinde ich politisches Interesse und ein Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge als sehr wichtig. Dort wo die Politik keine Antworten findet, sind die Unternehmen heute in der Verantwortung.

Clemens Grindler, 28, hat sein Studium der Elektro- und Informationstechnik 2017 am Karlsruher Institut für Technologie mit dem Master of Science abgeschlossen. Derzeit ist er Trainee im Bereich Industrial Automation – Power Generation bei ABB, einem globalen Technologieunternehmen mit Deutschlandsitz in Mannheim. Die Geschäftsfelder des Konzerns sind in die Bereiche Stromnetze, Elektrifizierungsprodukte, industrielle Automation und Robotik und Antriebe  unterteilt. Das Team von Grindler entwickelt digitale Optimierungslösungen, um der hohen Komplexität der Energiewende gerecht zu werden. Dabei arbeitet er an virtuellen Kraftwerken und sogenannten virtuellen Power Pools. Hierbei ist die Modellierung und dynamische Optimierung modernere Energiesysteme und darüber hinaus das Wissen über die gesamte IT-Infrastruktur im operativen Betrieb wichtig.

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