Kolumne „Uni live“ :
Es reicht jetzt mit der Dauerübung in Sparsamkeit

Von Leon Igel
Lesezeit: 3 Min.
Gewohntes Bild für Studenten: Ebbe im Portemonnaie
Wer arm ist, steht am Rand der Gesellschaft. Nur bei Studenten, deren Situation sich in den letzten Monaten stark verschlechtert hat, wird der Mangel gerne zur Tugend erklärt. Ein Plädoyer gegen die Verklärung.

„Das macht dann 23,50 Euro!“ Meiner Kommilitonin wurde flau im Magen, erzählt sie. So viel kostet sonst ihr Wocheneinkauf. Doch für den Besuch bei der Oma wollte sie als Enkelin glänzen – und vom Mannheimer Wochenmarkt ein Schälchen Oliven und ein paar Aufstriche mitbringen. Also habe sie tief durchgeatmet und bezahlt. Danach war ihr Geldbeutel leer. „Zum Glück bin ich am Wochenende bei Oma und Mutti. Das spart ordentlich Geld“, sagt die Masterstudentin und lacht. So schnell gehe sie nicht mehr auf den Wochenmarkt.

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