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Alibaba-Gründer Jack Ma : „Die 72-Stunden-Woche ist ein großer Segen“

  • Aktualisiert am

Jack Ma hat kein Problem mit Überstunden. Bild: Reuters

Jack Ma ist nicht mehr Alibaba-Chef. Dafür macht er regelmäßig mit markigen Aussagen von sich reden und prophezeite schon einen Dritten Weltkrieg. Diesmal lobt er die Überstundenkultur in der Tech-Branche.

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          Sechs Tage die Woche 12 Stunden arbeiten? Zumindest wenn es nach dem chinesischen Milliardär und Alibaba-Gründer Jack Ma geht, ist das ein „großer Segen“. Junge Leute sollten die Kultur der Überstunden, wie sie in vielen Tech-Unternehmen vorherrsche, schätzen und für sich nutzen. „Wenn Sie nicht 996 arbeiten, wenn Sie jung sind, wann können Sie jemals 996 arbeiten?“ „996“ ist die Abkürzung für einen Arbeitstag von 9 Uhr bis 21 Uhr – sechs Tage die Woche (im englischen Original „9 a.m. to 9 p.m., six days a week“).

          Mit diesen Äußerungen auf dem Alibaba-Account auf Wechat mischt sich Ma in eine Debatte um die Work-Life-Balance ein, die in China aktuell die Tech-Branche umtreibt. Im März hatten Aktivisten etwa auf GitHub, einer Microsoft-Seite für Softwareentwickler, eine Diskussionsgruppe namens „996.ICU“ gegründet. Der Name ist Programm, denn „ICU“ steht für „intensive care unit“, also Intensivstation, und suggeriert, dass Angestellte, die das von Ma gepriesene Pensum leisten, stark Burnout-gefährdet seien und am Ende genau dort landen könnten.

          Absolute Hingabe

          Der 54 Jahre alte Ma sieht das naturgemäß anders. Er und seine Mitgründer hätten in den Anfangstagen von Alibaba unzählige Überstunden gemacht. Absolute Hingabe sei eben unverzichtbar für den Erfolg eines Unternehmens: „Ich bereue es nicht und würde diese Zeit in meinem Leben auch nicht ändern wollen. Mittlerweile hat sich der ehemalige Lehrer aus der operativen Führung von Alibaba zurückgezogen.

          Trotzdem lässt er immer wieder mit markigen Aussagen und Prognosen aufhorchen. Im Jahr 2017 sagte er, die Fortschritte im Bereich des maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz würden wahrscheinlich zum Dritten Weltkrieg führen würden. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Anfang dieses Jahres unterstrich er dies noch einmal. Die Geschichte zeige, dass technologische Innovation ein Hauptfaktor für globale Konflikte seien: „Der Erste Weltkrieg hat seinen Ausgang nach der ersten technologischen Revolution genommen. Die Zweite Technologierevolution war die Grundlage für den Zweiten Weltkrieg.“

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