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Akademischer Mittelbau : Nur die Besten sollen bleiben

  • -Aktualisiert am

Der akademische Mittelbau protestiert in Berlin gegen befristete Kettenverträge Bild: Kay Herschelmann

Hochschulen dürfen nicht gezwungen werden, die soziale Misere des akademischen Mittelbaus auf Kosten der wissenschaftlichen Qualität zu stoppen. Eine frühere Auswahl muss getroffen werden. Ein Gastbeitrag.

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          Wissenschaft ist kein Berufsfeld für alle. Als Gesellschaft müssen wir die wenigen kreativen Genies eines jeden Jahrgangs finden und uns um sie kümmern. Dieser Auswahlprozess ist im Kern von Kriterien wissenschaftlicher Leistungsfähigkeit getrieben und wird nach der Promotion immer härter. Wenn wir die wirklich herausragenden Talente aus einer breiten Anzahl von Menschen fördern wollen, dann tut unsere Ge­sellschaft gut daran, soziale Vorauswahl zu vermeiden. Unser öffentlich finanziertes Schulsystem und der freie Zugang zum Studium sind ein hohes Gut für jeden Einzelnen wie für die ganze Gesellschaft.

          Im harten Wettbewerb der Wissenschaft haben wissenschaftliche Kriterien vor sozialen und persönlichen Kriterien eindeutig Priorität. So hart das klingen mag, so selbstverständlich erwarten wir das von allen anderen Wettbewerben. Wir wären zu Recht enttäuscht, wenn der Start eines olympischen Hundert-Meter-Laufes von der Jury abgebrochen würde und alle Teilnehmer zu Siegern erklärt würden, weil sie ausreichend engagiert ins Finale gekommen sind.

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