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100 Jahre Arbeit an Wörterbuch : Der Ruhm von Sodom und Gomorrha

Die Welt des frühen Mittelalters im Spiegel ihrer Sprache: Zettelkästen in der Arbeitsstelle zum Althochdeutschen Wörterbuch in Leipzig. Bild: Roger Hagmann

„Mut“, „Seele“ und „Geist“ erfasst kein Algorithmus: In Leipzig erstellen Forscher seit mehr als hundert Jahren das Althochdeutsche Wörterbuch. 2030 soll es fertig sein.

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          Das Musikerviertel von Leipzig birgt ein Juwel. Zwischen Beethovenstraße, Johanna-Park und Literaturinstitut residiert in einer Gründerzeitvilla die Sächsische Akademie der Wissenschaften. Auch deren Vorzeigeprojekt ist dort untergebracht: das „Althochdeutsche Wörterbuch“.

          Marlene Grunert

          Redakteurin in der Politik.

          Brigitte Bulitta leitet das Projekt seit sechzehn Jahren: „Indem wir die Sprache des achten bis elften Jahrhunderts erforschen, betreiben wir hier auch Kulturgeschichte“, sagt sie. Über den Gebrauch und Wandel von Begriffen eröffnet sich ein Blick in die Vergangenheit, der den mittelalterlichen Kanon christlicher Klöster ebenso zeigt wie Kleidung, Handwerk oder Weltvorstellungen.

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