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Jürgen Klinsmann : Prestigesieg als Nebensache

  • -Aktualisiert am

Alte Weggefährten: Klinsmann (r.) und Löw Bild: AFP

Der amerikanische Nationaltrainer Klinsmann freut sich über „sieben Tore, volles Haus“, verweist nach dem Sieg über Deutschland aber auf die Hauptsache: drei WM-Qualifikationsspiele in zwölf Tagen.

          Ein Sieg ist ein Sieg ist ein Sieg, schon gar gegen den dreimaligen Weltmeister Deutschland. Und dennoch messen die amerikanischen Spieler, Betreuer und Beobachter dem 4:3 beim Testspiel vom Sonntag im ausverkauften Robert-F.-Kennedy-Stadion in Washington nur geringe Bedeutung zu.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          „Für uns war es ein tolles Spiel. Sieben Tore, volles Haus, da freuen wir uns einfach. Dass wir es auch noch gewinnen konnten - umso schöner“, schwärmte der amerikanische Nationaltrainer Jürgen Klinsmann. Und ging dann zur Hauptsache über: zu den drei entscheidenden WM-Qualifikationsspielen in der Concacaf-Gruppe in nur zwölf Tagen: an diesem Freitag in Kingston gegen Jamaika, am 11. und 18. Juni dann gegen Panama und Honduras zu Hause. „Die Qualifikation hier ist kein Zuckerschlecken, gegen Jamaika geht es brutal zur Sache. Die Schiedsrichter sind gegen dich, nur körperbetontes Spiel - das ist ein ganz anderes Umfeld als in Europa“, sagte er. Die Freundschaftsbegegnung mit den Deutschen bewertete der frühere Bundestrainer als „gute Einstimmung“, um „den Rhythmus aufzunehmen“.

          Kapitän Clint Dempsey, der mit zwei sehenswerten Treffern abermals seine immense Bedeutung für das Nationalteam unter Beweis stellte, zeigte sich vor allem angetan von den Verbesserungen im offensiven Mittelfeld und im Angriff: „Wir haben den Ball vorne besser kontrolliert, uns Chancen erarbeitet und für Gefahr vor dem gegnerischen Tor gesorgt.“ Seine Enttäuschung über die zwei weiteren Gegentore in der Schlussviertelstunde hielt sich in Grenzen. „Wir schöpfen Selbstvertrauen für die WM-Qualifikation“, sagte Dempsey.

          Selbstvertrauen getankt: Jürgen Klinsmann

          Die starke Leistung von Stürmer Jozy Altidore, der mit 31 Toren für AZ Alkmaar die Saison in Holland abschloss und mit einem fulminanten Volleytreffer am Sonntag seine mehr als anderthalb Jahre währende Ladehemmung im Nationaltrikot überwinden konnte, wird von vielen Beobachtern als möglicherweise wegweisend für die kommenden Spiele beschrieben.

          Dagegen bemängelten die Kommentatoren die Aussetzer in der Abwehr, die den Deutschen die drei Gegentore erleichtert hätten. Was die deutlichen Verbesserungen gegenüber der schwachen Leistung bei der 2:4-Niederlage gegen die Belgier vom vorigen Mittwoch wirklich bedeuten, werde man in den drei Ernstfall-Prüfungen bis zum 18. Juni sehen, lautet der Tenor der Kommentare in den amerikanischen Medien.

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