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Irland-Wahl : Langer Schatten

Für den harten Sparkurs ist die Regierung in Irland abgestraft worden. Zum ersten Mal wird es wohl eine große Koalition geben – und damit auch den Auftrag, die eigene Geschichte aufzuarbeiten.

          Enda Kenny, der abgestrafte irische Premierminister, hat guten Grund, an den Wählern zu verzweifeln. Seit mindestens zwei Jahren geht es mit Irland wieder bergauf, und eine klare Mehrheit ist der Ansicht, dass das Schlimmste der Wirtschaftskrise überstanden sei. Warum konnten Kennys Fine Gael und deren Labour-Koalitionspartner nicht von dieser Stimmung profitieren?

          Die gestärkten Oppositionsparteien, die konservative Fianna Fail und die links-nationalistische Sinn Fein, unterscheiden sich von der abgewählten Koalition nur in Nuancen. Alle wollen die Erholung an der Seite der EU vorantreiben, und das mit möglichst wenig Härten für die Bürger. Das sollte eine Regierungsbildung eigentlich erleichtern.

          Für eine „Große Koalition“ zwischen den Erzrivalen Fine Gael und Fianna Fail – dem einzig rechnerisch stabilen Bündnis – müssten nun beide Seiten über einen Schatten springen, der bis zum Unabhängigkeitskrieg zurückreicht. Man kann dieses Ergebnis auch als Auftrag sehen: zur überfälligen Aufarbeitung eines unerfreulichen Kapitels irischer (Parteien-)Geschichte.

          Jochen Buchsteiner

          Politischer Korrespondent in London.

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