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Regierungsviertel im Irak : Zwei Raketen treffen Bagdads Hochsicherheitszone

  • Aktualisiert am

Protest vor der amerikanischen Botschaft am Samstag Bild: dpa

Im hochgesicherten Regierungsviertel Bagdads, das auch die amerikanische Botschaft beheimatet, sind zwei Geschosse eingeschlagen. Auch der Luftwaffenstützpunkt al Balad wurde angegriffen.

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          Auf dem Luftwaffenstützpunkt al Balad im Irak, auf dem auch amerikanische Soldaten untergebracht sind, sind am Samstag mindestens zwei Raketen eingeschlagen. Sie seien am Abend im Lagerhaus-Bereich der Basis niedergegangen, die etwa 80 Kilometer nördlich von Bagdad liegt. Laut AFP handelt es sich bei mindestens zwei der Geschosse um Katjuscha-Raketen. Sie werden auch in Iran produziert und heißen dort „Arash“.

          Berichte über mögliche Opfer des Angriffs oder Schäden gab es zunächst nicht. Die amerikanischen Truppen seien in Alarmbereitschaft versetzt worden. Hubschrauber kreisten über dem Stützpunkt am Himmel.

          Die Luftwaffenbasis, auf der die amerikanischen Ausbilder für das irakische Militär untergebracht sind, wurde schon mehrfach Ziel von bewaffneten Angriffen. Im vergangenen Jahr wurde sie etwa mit Mörsergranaten attackiert, im August wurden bei der Explosion eines Waffenlagers in der Nähe zudem zwei Menschen getötet.

          Kurz zuvor waren laut Sicherheitskreisen auch zwei Geschosse in der hochgesicherten Grünen Zone in Bagdad eingeschlagen, in der sich auch die amerikanische Botschaft sowie irakische Ministerien und das Parlament befinden. Auch dort sind schon mehrmals Raketen eingeschlagen und explodiert. Die Zone war 2003 nach dem Sturz von Langzeitherrscher Saddam Hussein aus Sicherheitsgründen errichtet worden. Aus Angst vor Terroranschlägen ist der Zugang stark beschränkt.

          Die Botschaft der Vereinigten Staaten war am vergangenen Dienstag von Tausenden pro-iranischen Demonstranten attackiert worden, bevor die Vereinigten Staaten in der Nacht zum Freitag den iranischen General Qassem Soleimani nahe des Flughafens von Bagdad mit einer Drohne gezielt töteten und eine diplomatische Krise auslösten. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuletzt mit Angriffen auf die Schifffahrt gedroht. Die von Iran kontrollierte Straße von Hormuz gilt als Achillesferse der Weltwirtschaft. Ajatollah Ali Chamenei schrieb in einem Beileidsschreiben, die Urheber des Angriffs erwarte „eine schwere Rache“. Irans Präsident sagte, Amerika dürfe nicht ungestraft davonkommen. „Wenn wir nichts unternehmen, dann werden die [Amerika, Anm. d. Red.] demnächst noch frecher“, sagte er in einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan.

          Auch die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA berichtete, dass auf dem Stützpunkt sowie im Zentrum der Hauptstadt Bagdad mehrere Raketen niedergegangen seien.

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