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Irak-Krise : Steinmeier schließt Einsatz deutscher Soldaten aus

  • Aktualisiert am

In einem Zeitungsinterview ruft Außenminister Frank-Walter Steinmeier Regionalmächte wie den Iran dazu auf, zur Stabilisierung des Irak beizutragen Bild: dpa

Der Irak drohe zum Tummelplatz von Söldnergruppen und Terroristen zu werden, sagt Außenminister Steinmeier. Er fordert die regionalen Mächte auf, Verantwortung zu übernehmen. Deutsche Soldaten will er nicht schicken.

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          An einer Stabilisierung des Iraks wird sich Deutschland nach Aussage von Außenminister Frank-Walter Steinmeier allenfalls in geringem Umfang beteiligen. „Wir sollten den möglichen deutschen Beitrag nicht überschätzen“, sagte Steinmeier der Zeitung „Welt am Sonntag“. „Ich kann mir keine Konstellation vorstellen, in der deutsche Soldaten dort zum Einsatz kommen“, machte der SPD-Politiker deutlich.

          Er rief die Staaten in der Region dazu auf, Verantwortung zu übernehmen, und nannte ausdrücklich auch Iran. „Wir müssen verhindern, dass jetzt auch noch auf irakischem Boden ein Stellvertreterkrieg der regionalen Mächte ausbricht“, forderte Steinmeier. „Alle Nachbarn - Saudi-Arabien, die Golfstaaten, die Türkei, übrigens auch der Iran - können kein Interesse daran haben, dass sich jenseits Syriens in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ein riesiger herrschaftsloser Raum entwickelt, der zum Tummelplatz für Söldnergruppen, Islamisten jedweder Couleur und Terroristen wird.“

          Der irakischen Regierung warf der Außenminister schwere Versäumnisse vor. „Die internationale Hilfe ist nicht ausreichend zur Herstellung politischer und wirtschaftlicher Stabilität eingesetzt worden“, kritisierte er. „Deutschland hat in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 400 Millionen Euro bereitgestellt, andere Länder noch mehr.“

          Die extremistische Gruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (Isis) kämpft im Irak und in Syrien für die Errichtung eines Kalifats. In beiden Staaten hat sie in jüngster Zeit Siege errungen. In der vergangenen Woche eroberte sie in einer Blitzoffensive im Nordirak Mossul, die zweitgrößte Stadt des Landes, und rückte bis auf eine Autostunde an Bagdad heran.

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