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FAZ.NET-Sprinter : Grüne Hoffnung und ein trauriger Abgang

Unsere Sprinter-Autorin: Rebecca Boucsein Bild: Robert Wenkemann

Die Grünen surfen derzeit auf der perfekten Welle und dürften in Bremen bald Geschichte schreiben. Indes stolpert die CDU ins nächste Fettnäpfchen. Was sonst noch wichtig wird, steht im FAZ.NET-Sprinter.

          „die Perfekte Welle“ könnte der Soundtrack der Grünen sein – ihnen scheint im Moment einfach alles zu gelingen. Als das Lied der Pop-Band Juli im Jahr 2004 rauskam, regierte die Partei noch als Juniorpartner der SPD im Bund. 15 Jahre später kommen die Grünen im ARD-„Deutschlandtrend“ in der Sonntagsfrage auf 26 Prozent – und wären damit stärkste Kraft. Die Sozialdemokraten landen dagegen bei sagenhaft miserablen zwölf Prozent – sechs Prozentpunkte weniger als im Mai. Die CDU kommt nur noch auf 25 Prozent (minus drei). Und in Bremen hat zwar bekanntermaßen die CDU die Bürgerschaftswahlen gewonnen, die Königsmacher an der Weser sind aber – die Grünen. Dort stehen die Zeichen nach deren Landesparteitag gestern Abend auf Rot-Rot-Grün. Pech für die CDU. Für die SPD ist die Farbe der Hoffnung also: grün. Die Zuversicht hat zumindest eine junge Genossin nicht verloren: Jessica Rosenthal, NRW-Vorsitzende der Jusos, sagt: „Die SPD ist die Zukunftspartei schlechthin.“ Woher sie ihren Optimismus nimmt, lesen Sie auf FAZ.NET mit Fplus.

          Rebecca Boucsein

          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          Wir bleiben bei grünen Themen: Es geht ums Klima, das der Öko-Partei zu immer neuen Höhenflügen verhilft. Annegret Kramp-Karrenbauer bereitet es hingegen Kopfzerbrechen: Sie warnte in ihrer Rede in München davor, dass die Klimakrise die deutsche Gesellschaft ähnlich spalten könne wie die Flüchtlingskrise. Die nichtregierende CDU-Vorsitzende hat einen schweren Stand: Wird sie doch für die Regierungspolitik der Kanzlerin verantwortlich gemacht, wie Jasper von Altenbockum analysiert. Und dann ist da ja noch Julia Klöckner, die die CDU nach dem Rezo-Debakel auch nicht gerade gut aussehen lässt: Die Ernährungsministerin hatte sich in einem Video mit einem Nestlé-Manager gezeigt und nun die Medienaufsicht Berlin-Brandenburg auf den Plan gerufen. Zuvor war sie dafür kritisiert worden, Werbung für das Unternehmen zu machen.

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          Ausdauernd geworben hat auch Theresa May: Knapp drei Jahre lang hielt sie im „Interesse des Landes“ durch, um Großbritannien in den geordneten Brexit zu führen – erfolglos, wie wir alle wissen. Am Ende trat sie zurück – mit gebrochener Stimme und Tränen in den Augen. Heute will sie ihr Amt als Parteichefin der Konservativen abgeben. Gleichzeitig beginnt die Ausschreibung für einen Nachfolger. Elf Bewerber stehen in den Startlöchern. Ob der ehemalige Außenminister Boris Johnson May beerbt? Der wird zwar hoch gehandelt, muss sich aber demnächst wegen des Vorwurfs der Lüge vor Gericht verantworten. Keine optimalen Voraussetzungen.

          Weitaus schwerwiegender ist der Fall mit dem sich heute das Oberlandesgericht Düsseldorf beschäftigen wird. Vor fast einem Jahr hatte ein Anhänger des „Islamischen Staates“ 84,3 Milligramm Rizin in seiner Wohnung in Köln-Chorweiler gelagert. Weniger als ein Milligramm Rizin gilt als tödlich für einen Menschen. Mit dem hochtoxischen Stoff wollte er eine „Bio-Bombe“ bauen und Hunderte Menschen töten, ist sich die Bundesanwaltschaft sicher. Es wäre Terror in einer neuen Dimension mit biologischem Kampfstoff gewesen. Glücklicherweise wurde die Tat vereitelt.

          Und sonst? Stimmt der Bundestag über das Migrationspaket von Bundesinnenminister Horst Seehofer ab. Beginnt heute mit dem Spiel Frankreich gegen Südkorea die Fußball-WM der Frauen in Frankreich. Deutschland startet am Samstag gegen China ins Turnier. Und pilgern wieder Hunderte Musikfans zu „Rock im Park“ in Nürnberg und „Rock am Ring“ in der Eifel.

          Die Nacht in Kürze

          Keine Einigung im Zollstreit mit Mexiko: Seit Tagen wird in Washington verhandelt – aber eine Einigung im Zollstreit mit Mexiko gab es bislang nicht. Mexiko hat angekündigt, bis zu 6000 Soldaten an seine Südgrenze zu verlegen, doch Trump erwartet mehr.

          Nach Berichten über verdächtige Geldflüsse fordern amerikanische Senatoren eine „gründliche“ Untersuchung zu Trump und der Deutschen Bank.

          Der Bundestag erteilt grünes Licht für den Zensus 2021. Doch um die Verteilung der Kosten gibt es Streit mit den Ländern.

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          Bereits ab 14.00 Uhr könnte die gefühlte Temperatur über 32 Grad liegen, dann herrscht Warnstufe 2. (Archivbild aufgenommen in Berlin)

          Deutscher Wetterdienst : Hitzewarnung für Deutschland

          Der Deutsche Wetterdienst rechnet ab Montag mit ersten Hitzewarnungen. Ab Mittwoch soll dann ganz Deutschland von einer Hitzewelle erfasst werden. Besonders Kinder, alte und kranke Menschen sind durch die hohen Temperaturen gefährdet.

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