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F.A.Z.-Newsletter : Plötzlich April im amerikanischen Süden

Unser Autor: Andreas Ross Bild: Robert Wenkemann

Amerika erlebt in der Corona-Bekämpfung nicht nur einen Rückschlag, sondern einen bösen Anfang. Das macht auch dem Bonner Virologen Hendrik Streeck Sorgen. Was sonst noch wichtig ist, lesen Sie im F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

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          Ausgerechnet in den heißen Bundesstaaten des amerikanischen Südens wie Florida, Texas, Arizona oder Florida herrscht plötzlich ein Klima wie im April. Denn dort schlägt nun das Coronavirus zu, wie es das in New York oder in Europa im Frühjahr getan hatte. Das Exponentielle Wachstum der Neuinfektionen bringt die Krankenhäuser ans Limit. Das ist kein regional begrenzter Hotspot wie hierzulande rund um Gütersloh, das ist aber auch nicht eine „zweite Welle“. Es ist die erste Welle, die große Teile des riesigen Landes jetzt erst erfasst.

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten.

          Bestenfalls hat die Verzögerung dazu beigetragen, dass die Ärzte etwas besser vorbereitet sind, schließlich lernt die Medizin im Kampf gegen Covid-19 jeden Tag hinzu. Dennoch sieht es für die Eindämmung nicht gut aus. Lockdowns lassen sich schwerer ertragen, wenn die wirtschaftlichen Folgen diverser Corona-Schutzmaßnahmen schon seit Monaten an die Substanz vieler Familien gehen. Und noch schwieriger wird es, wenn die Pandemie-Bekämpfung längst Teil des allgemeinen Kulturkampfs geworden ist. Für manche Leute etwa ist es eine ganz klare Gleichung: Wer Mundschutz trägt, der ist gegen Präsident Trump, der ist kein Patriot. Die Gouverneurin von South Dakota hat trotzig angekündigt, man werde am Freitag beim Feuerwerk am Vorabend des Nationalfeiertags im Beisein von Trump gewiss kein „Social Distancing“ betreiben. Schließlich gehe es um die Freiheit. Von dieser Polarisierung profitiert nur die Pandemie.

          Darüber macht sich auch der Bonner Virologe Hendrik Streeck Sorgen, der im F.A.Z. Podcast für Deutschland nicht nur auf seine Verwandtschaft in Amerika verweist, sondern auch auf seine lange Bekanntschaft mit dem Virologen Anthony Fauci. Der hat ja diese Woche davor gewarnt, dass die Zahl der Neuinfektionen in den Vereinigten Staaten bald auf 100.000 am Tag steigen könnte – dann kämen dort in zwei Tagen so viele Infektionen hinzu, wie in Deutschland insgesamt seit Beginn der Epidemie verzeichnet wurden. Für deutsche Arroganz sieht Streeck aber auch keinen Anlass: auch aus unserem Land würden wir das Virus nicht vertreiben können.

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          Und sonst? Ringen die Bundestagsfraktionen vor der Sommerpause mit neuer Vehemenz um eine Wahlrechtsreform, nachdem sich CDU und CSU auf einen Plan verständigt haben, der das ungebremste Wachstum des Bundestags verhindern soll. Fackelt die chinesische Regierung nicht lange und beweist in Hongkong, dass es ihr ernst ist mit dem neuen Sicherheitsgesetz. Schauen die Israelis und Regierungen auf der ganzen Welt gespannt, ob Ministerpräsident Netanjahu seine Annexionspläne tatsächlich in die Tat umsetzt.

          Die Nacht in Kürze:

          Der ukrainische Zentralbankchef ist überraschend zurückgetreten. Jakiw Smolij sieht die Unabhängigkeit der Notenbank in Gefahr.

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