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Wie am Schnürchen

Text von MARIE LISA KEHLER, Fotos von Frank Röth

15. Mai 2021 · Damit in Hessens größtem Impfzentrum bis zu 4000 Menschen täglich geimpft werden könne, ist ein enormer Logistikaufwand nötig. Ein Blick hinter die Kulissen.

Jacke, Schal und Rollkragenpullover sind Zeitfresser. Das sagt zumindest Benedikt Hart, Leiter des Impfzentrums in der Festhalle. Er wünscht sich mehr T-Shirt-Wetter-Tage. Denn die sparen kostbare Minuten. Dauerte es zu Beginn des Jahres, als es draußen noch bitterkalt war, oft lange, bis Impfwillige mit nacktem Oberarm vor den Ärzten saßen, geht es seit einigen Wochen schneller. Das Schälen aus vielen unterschiedlichen Klamottenschichten entfällt. Ärmel hoch. Fertig. Maiwetter und etwa 300 Mitarbeiter, 150 je Schicht, helfen, das Impftempo hoch zu halten.

Eine von ihnen ist Vanessa Stricker. Die 28 Jahre alte Sportmedizinstudentin ist an diesem Tag schon um sechs Uhr in der Früh in ihre Sportschuhe geschlüpft, um ihren Dienst zu beginnen. Sie wird wieder Schritte sammeln. Insgesamt 17983 werden es am Nachmittag sein. Je Schicht, so sagt sie, komme sie auf etwa 15 Kilometer. Stricker arbeitet in der Position der „Läuferin“. Ihre Aufgabe ist es, die aufgezogenen Spritzen, in denen sich der Impfstoff befindet, von Kabine zu Kabine zu bringen. Anders als im Sport geht es hier nicht darum, schnellstmöglich Meter zu machen. Ein guter Läufer ist ein sicherer Läufer. Und so balanciert sie die Nierenschalen vorsichtig durch die Halle. Rennen ist verboten. Wer allerdings schleicht, riskiert, dass das gut funktionierende System, bei dem unzählige Arbeitsabläufe ineinandergreifen, ins Stocken gerät.

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