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F.A.Z.-Newsletter : Immer mehr Corona-Hotspots – was darf ich noch?

  • -Aktualisiert am

Unser Autor: Martin Benninghoff Bild: Robert Wenkemann

Immer mehr Hotels stornieren die Aufenthalte von Reisenden aus innerdeutschen Risikogebieten, Trump hält sich für immun gegen das Coronavirus und die Wissenschaftsakademie verleiht den Wirtschaftsnobelpreis. Der Newsletter für Deutschland.

          3 Min.

          Corona: Immer mehr Hotspots

          Die Fallzahlen an diesem Montagmorgen schreiben den Trend der vergangenen Tage fort: 2467 neue Corona-Infektionen meldet das Robert Koch-Institut. Die Zahlen fallen sonntags und montags meist niedriger aus, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI weitergeben. Vor allem immer mehr Großstädte werden zu Corona-Hotspots. Frankfurt und Köln haben die entscheidende Stufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) überschritten, ebenso Bremen, Stuttgart, Essen – und auch München liegt abermals über dem kritischen Wert. Offenbach hat sogar die höchste Alarmstufe des Corona-Eskalation-Plans Hessens erreicht. Wer als Frankfurter im Urlaub ist, darf sich freuen, noch früh genug gefahren zu sein – künftig könnte das schwieriger werden, denn die Hotels stornieren (mitunter) die Buchungen Reisefreudiger aus Risikogebieten. Die Beherbungsverbote sollen zwar hauptsächlich den Tourismus eindämmen, aber auch bei beruflichen und halb-beruflichen Zwecken (für Seminare etc.) stellt sich die Frage: Darf ich noch? Das Motto derzeit kann nur lauten: abwarten, flexibel sein, im Zweifelsfall umdisponieren. Und es scheint so, als seien die als akribisch und manchmal auch wenig spontan verschrienen Deutschen zu einer ordentlichen Portion Improvisationstalent fähig; auch die Politiker, die selten derart auf Sicht regieren müssen wie in diesen Zeiten.

          Wahl in Amerika: Trump dreht wieder auf

          Donald Trump ist nach Aussage seines Leibarztes Sean Conley auf dem Weg der Besserung und nach seiner Corona-Infektion nicht mehr ansteckend. Am Wochenende hat er den Wahlkampfschalter umgelegt und auch wieder zu seinen Anhängern gesprochen, überhaupt zeigt er sich angriffslustiger denn je. Heute will er auf einer Kundgebung in Florida sprechen. Zudem beginnt die Anhörung seiner konservativen Kandidatin für den Supreme Court, Amy Coney Barrett, im Justizausschuss des Senats. Sie soll drei bis vier Tage dauern. Die Stelle am Obersten Gericht wurde durch den Tod der Richterin Ruth Bader Ginsburg frei. Gerne weise ich Sie auf unsere Leseraktion zur Amerika-Wahl hin: Schreiben Sie uns Ihre Fragen per E-Mail an leserdialog@faz.de oder über Whatsapp: 069-75912593. Und noch ein Hinweis: Sollten Sie noch kein Abo haben, können Sie unser Sonderangebot zur amerikanischen Wahl nutzen und drei Monate lang für nur 1 Euro in der Woche auf die komplette Berichterstattung von FAZ.NET zugreifen.

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          Wirtschaftsnobelpreis und Vorbote der Buchmesse

          Nach all den Nobelpreisverleihungen der vergangenen Woche geht es munter so weiter: Heute gibt die Schwedische Wissenschaftsakademie bekannt, wer den Wirtschaftsnobelpreis bekommt. Die F.A.Z. stellt Ihnen hier schon einmal ein paar ihrer Favoriten vor. Nach den Preisen für Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden ist das aber die letzte Nobel-Auszeichnung für dieses Jahr. Ausgezeichnet wird heute übrigens auch der beste deutschsprachige Roman, wenn auch wegen Corona nur im Rahmen einer Online-Verleihung: Der Deutsche Buchpreis ist mit 37.500 Euro dotiert, etwas weniger lukrativ als die Nobelpreise, aber dafür mit ebenfalls hohem Renommee. Lesen Sie hierzu auch den Leitartikel des Feuilleton-Kollegen Andreas Platthaus: „Was von der Buchmesse übrig bleibt“.

          Und sonst? Kehrt das Forschungsschiff „Polarstern“ von der einjährigen Mosaic-Expedition in der Arktis zurück nach Bremerhaven. Beginnt die Herbsttagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds in Washington. Spricht Gesundheitsminister Jens Spahn beim Münchner Ifo-Institut über die Herausforderungen der Corona-Krise für die Gesundheitspolitik. Wird der Welthunger-Index 2020 der Welthungerhilfe vorgestellt. Werden finale Abstimmungen im israelischen Kabinett und im Parlament über das Annäherungsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten erwartet.

          Podcast-Tipp: Der Digitec-Podcast beschäftigt sich dieses Mal mit der Frage, warum moderne Kriege mit Halbleitern geführt werden. Hier hören Sie rein.

          Die Nacht in Kürze

          In einem Wahlkampfvideo der Kampagne von Donald Trump scheint es so, als lobe Anthony Fauci den Präsidenten für seine Strategie im Kampf gegen Corona. Nun stellt der Virologe klar: Die Aussage sei „aus dem Kontext“ gerissen.

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          Das Kapitol in Washington, vom Supreme Court aus gesehen

          Urteil des Obersten Gerichts : Amerikas Klima-Versager

          Der Supreme Court macht deutlich: Klimapolitik ohne Kongress geht nicht. Seine Entscheidung ist nachvollziehbar – was allerdings nicht tröstet.
          Hat Corona – und hat recht: Hubert Aiwanger

          Fraktur : Ausgerechnet Aiwanger!

          Ist es besser, Corona vom bayerischen Wirtschaftsminister zu bekommen als von Martin Semmelrogge? Oder ist schon die Frage ungehörig?

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